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 Das Raumschiff

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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Sa Jul 21, 2012 5:37 am

And suddenly I knew that it was not only him as your partner.
It was him as your lover. And that made it complicated.


Flynn folgte der schwarzhaarigen Kriegerin, die er aufgrund ihrer überragenden Fähigkeiten so sehr schätzte, zur Waffenkammer. Jeanelle hatte die gleichen Gedanken wie er im Kopf - sie drehten sich um ihre Aufgabe, um das, was sie tun konnten. Um Gary. Um Gary? Der Krieger blinzelte einmal, ein wenig überrascht, als er die starke Maske Jeanelles, die sie immer so unnahbar erscheinen ließ, einen kleinen Spalt auftat, während sie das Gespräch nur durch einen kurzen Kommentar auf den zu findenden General brachte.
Was hatte das zu bedeuten? Er wusste, dass er sich das eigentlich nicht fragen sollte. Er musste sich auf ihre Aufgabe konzentrieren, auf den Auftrag, den ihnen Indigo zugeteilt hatte. Er wusste, dass er sich überlegen musste, welche Waffen sie am Besten mitnahmen, welche am Zweckmäßigsten waren, also zugleich unauffällig und wirkungsvoll. Er war sich im Klaren darüber, dass er lieber darüber nachdachte, wo sie die Gilde finden konnten und wie sie sie am Besten ansprachen. Er wusste, dass all das eigentlich Vorrang hatte.
Aber, und das war schlicht und einfach seine Natur, er fragte sich stattdessen, was er zwischen Gary und Jean verpasst hatte. Er hatte die Kriegerin noch niemals besorgt um jemanden gesehen. Wirklich noch nie. Was sollte das heißen? Waren die beiden etwa -? Nein. Das würde die Königin niemals zulassen. Die Königin beanspruchte Gary für sich und Gary hatte verdammt noch mal für die Armee dazusein, da war etwas zwischen einer Kriegerin und ihm nicht erlaubt. Oder?

Jeanelles nächste Worte brachten Flynn wieder in die Gegenwart und vor allem zu ihrer Aufgabe zurück. Er nickte zu den Worten, sie sollen sich besser beeilen und dann seinen Geliebten suchen, bekräftigend, doch bevor er noch einen Kommentar lassen konnte, stellte sie ihm auch schon eine nächste Frage. Ob er kampfeslustig war, und wie viel. Tja, eigentlich war das ja eine gute Frage: war er kampfeslustig jetzt gerade? Eigentlich war die Frage doch eher, ob er irgendwann einmal kampfeslustig war. Er vergoss insgesamt nicht gern Blut. Aber in der letzten Zeit hatte sich sehr viel Energie in dem Dreißigjährigen angesammelt, die sich gerne mal ein wenig benutzen lassen wollte. So legte sich ein breites, Augen erhellendes Grinsen auf seine Lippen.

"Sagen wir so, ich fühle mich, als würde ich unter Strom stehen, und könnte mal wieder einen guten Kampf gebrauchen. Wenn das dann auch noch einen Zweck hat, umso besser!", er grinste bei diesen Worten noch, dann jedoch wurde sein Gesicht ernst. "Ich will mir gar nicht vorstellen, in welcher Gefahr Gary wirklich steckt. Nein, lieber nicht. Aber du weißt genauso gut wie ich, dass er sich sehr gut verteidigen kann."

{ folgt JEANELLE xxx Gedanken über sie&Gary xxx Kampflust? xxx Antwort }
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Sa Jul 21, 2012 6:01 am

I know that I'm gorgeous, you don't have to say anything. Thank you very much!


Nialls leuchtend blaue Augen lagen die ganze Zeit beinahe schon unverwandt auf dem zierlichen Mädchen, das sein Gegenüber war, während Candace wohl mit sich selbst kämpfte. Er beobachtete, wie sie sich dagegen sträubte, dass er recht hatte. Er konnte ihren inneren Kampf fast schon mit ansehen, wie sie verlockt wurde von dem Gedanken, zu entkommen aus diesem Leben, dass sie für die Hölle hielt, aber andererseits auch Angst davor hatte, über ihren Schatten zu springen und es zu wagen, diesen Schritt zu gehen und sich etwas zeigen zu lassen, dass sie so verabscheute. Er sah es in dem Dunkel ihrer Augen, einfach, weil er gut im Leute beobachten war.
Schließlich erhellte ein breites Grinsen die Züge des Siebzehnjährigen, als schließlich diese beiden gemurrten Zauberworte ihren Mund verließen. Wenn auch durch zusammengepresste Zähne und mit angewidertem Gesichtsausdruck, aber Candace hatte ihm nachgegeben. Natürlich hatte sie ihm nachgegeben. Er war nicht ganz doof, auch wenn er blond war. Er wusste sehr wohl, wie er diejenigen, von denen er etwas wollte, dazu bringen konnte, ihm das zu geben, was er wollte. Er war ein Ire, diese hatten das einfach drauf. So strahlte Niall das jüngere Vampirmädchen an, als hätte sie ihm gerade sein allerliebstes Weihnachtsgeschenk überreicht.

"Siehst du, ich hab dir gesagt, dass du mir nicht wiederstehen kannst. Oder hab ich das gar nicht gesagt? Naja, egal. Aber mach dir keine Vorwürfe deswegen, keiner kann mir wiederstehen. Liegt daran, dass ich Ire bin, weißt du?"

Niall wusste natürlich, dass dieser Kommentar absolut überflüssig war. Aber das lag so nunmal in seiner Natur - er war nunmal so wie er war, und so wie er war, redete er viel zu viel, ununterbrochen und vor allem nahezu ohne Punkt und Komma. Das, was er jetzt gerade vom Stapel gelassen hatte, war nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommen würde. Nicht unbedingt jetzt sofort, aber irgendwann. Er würde sich nicht ewig zusammenreißen - gut, eigentlich riss er sich gar nicht zusammen. Aber jetzt gerade gab es einen wichtigen Kampf zu fechten, da blieb einfach nicht viel Zeit, um zu latschern wie die Quasselstrippe, die er nunmal war.
Jetzt steckte der Jugendliche seinen wirren blonden Schopf wieder in den Waffenschrank. Welche Waffe sollte er nehmen? Wieder murmelte er ein paar Sachen vor sich hin, eigentlich genau die gleichen wie bei seinem ersten Blick in den Messerschrank. Während seine Augen also über die feinsäuberlich aufgereihten Schneiden und Klingen glitten, schoben seine Hände in zwei schnellen, fließenden Bewegungen die Ärmel seiner grauen Strickjacke wieder über seinen Ellbogen hinauf und zogen dann die bordeuxfarbene Hose ein wenig höher, um seine Boxershorts zu verstecken. Es waren die Bewegungen eines ganz normalen, modebewussten Jungen, nicht die eines Vampirs, der gerade überlegte, welche Waffe er seiner Schülerin andrehen sollte.
Schließlich, als seine Klamotten wieder lagen, griff Niall nach einem einzigen Messer. Es war klein und handlich, die Klinge kaum fünfzehn Zentimeter lang, der Griff silbern und unverziert. Es war leicht wie eine Feder und während seine langen, sehnigen Finger viel zu groß für die kleine, elegante Waffe waren, würde sie perfekt in Candaces passen. Da war er sich hundertprozentig sicher; und wenn nicht, lagen noch genügend andere Klingen dort im Schrank. Damit warf er das Messer in die Luft, wo es sich um die eigene Achse drehte, immer im Kreis, und fing es dann wieder problemlos am Griff auf, als wäre es nicht so eben einen Meter senkrecht in die Luft geflogen. Nach dieser kleinen Showeinlage drehte er es noch einmal, sodass der Griff frei war, und streckte es Candace hin, mit einem charmanten Grinsen auf den Lippen und einem Funkeln in den Augen.

"So, ich glaube, das dürfte zu dir passen. Es ist klein, leicht und handlich - richtet keinen großen Schaden an, aber es reicht, um dich zu verteidigen, glaub mir. Nun nimm schon, es beißt nicht, glaub mir. Ich meine, du siehst ja, mich beißt es auch nicht. Ich muss sehen, dass es dir nicht zu groß ist - wobei ich ja bezweifle, dass es tatsächlich einen Vampir hier auf dem Schiff gibt, der noch zu zierlich und zu schwach für so ein Messer ist. Also?"

{ beobachtet CANDACE xxx freut sich über seinen "Sieg" xxx denkt über die Waffe nach xxx richtet seine Klamotten xxx nimmt ein Messer - Showeinlage xxx gibt Candace das Messer }
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Sa Jul 21, 2012 7:20 am

Wie hatte sie sich nur dazu überreden lassen können? Jetzt bereute sie es schon wieder, diese zwei Worte gesagt zu haben. Denn jetzt konnte sie nur noch flüchten, was sie ja am besten konnte. Nein nein, sie meinte das ernst. Sie konnte sich kein Stück verteidigen, aber wenn ihr jemand blöd kam oder sie in doofen Situationen steckte, schafte sie es immer wieder sich da "rauszuhauen" oder "auszuweichen", wie man das auch immer nennen könnte. Viele, die davon wussten, hielten Candace so für einen absoluten Feigling - mag sein, vielleicht war sie das, aber kämpfen war ein viel beschissenerer Gedanke als zu fliehen und Gefahr auszuweichen. Hier müsste sie das aber alles umdrehen und mit irgendeiner Waffe umgehen, welches sich auch schon wieder als riesiges Problem auftat. Erstmal "die Lust" zum Kämpfen entwickeln, dann sollte sie langsam damit anfangen, eine Waffe in die Hand zu nehmen... Aber jetzt konnte auch sie nichts mehr daran ändern, Niall fing an zu grinsen. Das, was er danach sagte, wirkte ein wenig überheblich, aber Candace wollte jetzt erstmal nichts dazu sagen. Ja, er hatte das definitiv anders gesagt. Definitiv anders. Und was war an Iren denn so besonders?

Eine kurze Weile später ging er schon zum Waffenschrank und kramte nach irgendeiner Waffe. Das Mädchen vermutete, dass sie erstmal ein Messer bekommen würde, schließlich haben die beiden ja schon kurz darüber diskutiert. Währendessen der junge Vampir suchte, richtete er seine Klamotten. Candace war schon aufgefallen, dass er dauernd seine Hose hochzog. Ein Gürtel wäre nicht schlecht, dachte sie. Ja, Gürtel waren definitiv von Vorteil, wenn man verhindern wollte, dass die Hose rutschte. Aber neeeein, das war ja heutzutage nicht so angesagt. Schon in der Schule gingen ihr diese Hosen auf den Kecks, da hatte jedes männliche Wesen so eine an. Wieso kannten die denn nicht den Ausdruck "Gürtel" und den Gegenstand... Besonders toll anzusehen waren die Boxershorts ihrer Kameraden nicht unbedingt. Und genau deswegen schaute sie jetzt nirgends anders bei Niall hin, wenn sie schon darüber nachdachte.

Aber schnell wandte sie wieder den Blick ab, sonst wäre das richtig komisch gewesen. Gürtel, ganz einfach. Kurz nachdem das Thema Gürtel abgeschlossen war, fing sie wieder richtigen Gedanken, nämlich der zum Kämpfen und das ganze Zeugs hier. Immer noch konnte sie sich nicht mit diesem Gedanken anfreunden, aber sie stand kurz davor. Denn nun drehte sich Niall wieder um und nahm eine kleines Messer in die Hand, er lief auf Candace zu und wollte es ihr überreichen, davor lieferte er noch einen kleinen "Trick", von welchem Candace dachte, er würde schiefgehen, was er aber zum Glück nicht . Während sie noch darüber grübelte, was sie machen sollte, erklärte er schon mal ein wenig. Ja, dieses Messer war wirklich ziemlich klein und es beruhigte die Brünette auch, dass es wenig Schaden anrichten konnte. Aber immer noch genug, dass sie sich deswegen schlecht fühlen konnte. Aber nach abermalen Zögern nahm sie es dann in die Hand. Sie hielt es etwas weg von ihrem Körper und betrachtete es. Die Waffe lag genau richtig in ihrer Hand - aber wohl fühlte sie sich dabei wirklich nicht. Wenigstens hatte das kleine Streberlein es geschafft, das Ding überhaupt mal in die Hand zu nehmen, ein Anfang. "Was kommt jetzt auf mich zu?", murrte sie. Ganz rumgekriegt hatte Niall sie noch nicht, es würde dauern, bis das mit dem Üben klappte...

[ wartet auf Antwort / denkt über Boxershorts nach (xD) / betrachtet NIALL'S Showeinlage / nimmt Messer zögernd an sich / grübelt]
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   So Jul 22, 2012 7:59 am

It isn't always easy. But you have to make the best of it now."


Er wusste nicht, wann genau, aber irgendwann hatte Niall sich angewöhnt, seine Gegenüber immer in den Augen zu behalten. Der Junge hatte schon frühe eine gute Erziehung genossen - natürlich hatte er das. Aber hier hatte er dazu auch noch gelernt, wie wichtig es war, immer auf sein Gegenüber zu achten. Wenn du ihm oder ihr einmal den Rücken zuwendest, kann er dir sofort ein Messer in den Rücken rammen.
Auch wenn das bei Candace wohl eher unwahrscheinlich war, lagen Nialls leuchtende Augen unverwandt und mit unverholener Neugier auf ihr. Er sah ihr Zögern, kannte ihr Verhalten schon gut genug, um es in ihren Zügen zu lesen. Dann beobachtete er, wie sich die schlanken Finger um den Griff schlossen, vorsichtig, als könnte das Messer jeden Moment ein Eigenleben entwickeln und sie anspringen. Und ebenso hielt sie es sich auf Sicherheitsabstand von ihrem Körper.
Einfach zu niedlich. Und zu albern! Niall kicherte los, was man an sich eigentlich nur als niedlich bezeichnen konnte. Aber es passte zu Niall. Es passte einfach. "Pass auf", sagte er im Spaß, "Nicht, dass es dich beißt!" Und in seinen Augen funkelte der Schalk, den er bisher eigentlich vor ihr noch ziemlich zurückgehalten hatte. Aber er konnte nicht mehr. Mal abgesehen davon, dass das Messer super zu Candace passte, war das Bild von der Dunkelhaarigen mit einem Messer in der Hand doch tatsächlich einfach nur absurd.

Dann allerdings erinnerte Candaces Frage den Iren daran, dass sie ja tatsächlich hier waren, um zu üben. Und ihre Frage war tatsächlich eine überaus berechtigte Frage. Was sollte sie machen? Niall konnte ihr nur etwas beibringen, wenn sie tatsächlich auch etwas taten. Natürlich könnte er ihr auch den ganzen lieben langen Tag nur irgendeinen sinnlosen Mist erzählen, aber letzten Endes würde das sie beide nicht viel weiter bringen.
Wie hatte sein eigener Trainer damals angefagen? Niall erinnerte sich, oder versuchte es zumindest. Dabei kratzte er sich gedankenverloren im Nacken, seine Finger glitten ganz leicht durch den blonden Haaransatz und über die gebräunte Haut. Er kaute auch ein bisschen auf der Unterlippe herum, nur ganz leicht, während sich sein Blick auf den Boden und doch auf Nichts gerichtet hatte. Er erinnerte sich daran, dass sein Messer nur wenig größer gewesen war als Candace's, weil er keine Kraft gehabt hatte damals ... ja, und so weiter.

"Hör mal, ich weiß, dass du dieses Ding nicht magst - aber wenn du es so hältst, kann dir es jeder ganz schnell entwinden."

Niall sagte dies ruhig und ernst, also so gar nicht nialltypisch, und seine ernst dreinblickenden Augen, noch immer so blau wie sie immer gewesen waren, mit diesen kleinen goldenen Kreisen um die Pupillen, unterstützten diesen Ausdruck nur noch. Um seine Worte noch weiter zu verstärken, machte er einen Schritt auf sie zu und entwand ihren kleinen Fingern das Messer, ohne dafür auch nur eine Sekunde zu brauchen. Fast schon vorwurfsvoll hielt er es ihr ins Gesicht.

"Siehst du? Du musst das Messer festhalten, egal, was geschieht. Wenn dein Gegner es erstmal in seiner Gewalt hast, bist du aufgeschmissen."

Und das musste er natürlich auch noch mal mit einer Bewegung verdeutlichen. Bei ihm selbst war es damals nicht anders vorangeschritten, nur dass sein Trainer ein Vampir mit viel Erfahrung und in mittlerem Alter gewesen war. Aber auch er hatte das getan, was Niall jetzt tat. Und was tat Niall? Er gelangte in einer einzigen, schnellen Bewegung hinter Candace und legte ihr den einen Arm um den Hals, sodass ihre Knie leicht nachgeben würden und nur von ihm aufrecht gehalten werden könnte. Das Messer presste er ihr mehr oder weniger an die Kehle, nur einmal kurz, damit sie das kalte Metal an ihrer weichen Haut spürte.
Dann ließ er sie aber eben so schnell wieder los. Und er sagte sich, dass es nicht daran lag, sass ihre Schultern so zierlich waren, dass es sich anfühlte als könnte er sie brechen, wenn er nur fest genug zudrückte. Niall fiel mal wieder auf, wie unglaublich zierlich sie war, wie zerbrechlich sie trotz des doch irgendwie sonnigen und südlichen Teints war. Er ging wieder vor sie, nahm ihre Hand in seine, um ihre Finger fest um den Metallgriff zu schließen.

"Guck - gefährlich. Gar nicht gut. Wäre ich ein Gegner gewesen, wärst du jetzt tot. Deswegen hältst du deine Waffe immer so fest wie möglich, ok? So in etwa. Das macht es deinem Gegner schwieriger, es dir abzunehmen, verstehst du? Ich meine, mit einem geschickten Tritt oder so kann ich dir das immer noch abnehmen, aber das ist was anderes. Ich schweife vom Thema ab. So, jetzt zeig mir mal, wie du mich angreifen würdest. Und versuch dabei bitte, mich nicht aufzuspießen."

So, stand Niall einfach vor ihr, die Füße etwa schulterbreit auseinander, leicht schief zu ihr, sodass er ihr mehr die Seite präsentierte. Ein wenig in die Knie war er auch gegangen, die Arme hatte er leicht hochgenommen und die Hände zu Fäusten geballt. Noch immer lagen seine Augen auf ihm, unverwandt, neugierig, aufmerksam. Was würde sie tun? Würden sie etwas Richtiges tun oder etwas Falsches?

{ beobachtet CANDACE xxx erklärt und zeigt ihr, wie das Messer halten muss xxx fordert sie auf, ihn anzugreifen }
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   So Jul 22, 2012 12:01 pm

Sie sollte das Messer fester halten. Na toll, erstmal musste sie sich noch mit dem Gedanken anfreunden, das Ding überhaupt erstmal zu halten, deswegen fand sie es gar nicht witzig, als Niall sie dazu noch ein wenig aufzog, dass sie das Messer beißen könnte. Darauf war sie nun wirklich nicht zu sprechen, denn dadurch wurde sie noch muffiger und wollte das alles einfach nicht. Sie wollte gerade das Messer also nochmal richtig drücken und in ihren Händen lassen, als ihr Gegenüber schnell danach griff und Candace schon wieder unbewaffnet war. Sie wollte ein Hey! aussprechen, aber das wurde jäh unterbrochen, als der Blondschopf eine Moralüredikt hielt, sie solle ja das Messer festhalten und so. Aber kurz danach bekam sie einen richtigen Schreck, als sie die kalte Klinge an ihrem Hals spürte. Sie konnte kaum stehen und klammerte sich an Nial's Arm, um irgendwie von dem Griff loszukommen, aber nach kurzer Zeit war sie auch schon wieder frei. Der Schock sah ihr immer noch in den Knochen, was man ihr ansah. Ja, nennt sie ein Angsthase - ihr egal, es war einfach so. Sie zitterte noch ein wenig. Jeder Vampir würde sie als absolute Niete abstempeln, was das Vampirdasein anging und wahrscheinlich würde sie es nicht hier weit bringen. Sie machte das hier nur, damit sie nicht gleich abgemurkst wurde und irgendwann von diesen verdammten Vampiren. Aber danach würde es auch schwer für sie weredn, allein zurecht zu kommen...

Kurz darauf stand Niall wieder vor der Brünetten und gab ihr das Messer zurück. Das Messer kalt, seine Hände warm. Sie musste das Messer festhalten, ja, okay, sie hatte verstanden. Sie umgriff den Griff und zog dann schnell ihre Hand weg. Sie hielt es nun fester, wie es ihr "befohlen" wurde, aber immer noch konnte sie sich damit einfach nicht anfreunden, nein,nein,nein, sie konnte nicht! Ihre kleine Hand klammerte sich um die Waffe und sie konnte sich nicht daran gewöhnen. Das Messer lag zwar perfekt in der Hand - aber irgendwie war sie einfach nicht dran gewöhnt.
Sie hatte sich verhört, oder nicht? Sie schaute erst die Waffe und dann den Blondschopf an. Das konnte nicht sein Ernst sein. Aber Candace wusste auch wieder, dass sie nur so wirklich "trainieren" konnte. "Sicher?", fragte sie ihren Gegenüber. Also sie war ganz und gar nicht sicher, ob sie das iwrklich machen sollte... Sie stellte sich genauso unsicher an, wie sie auch dachte. Sie hob das Messer ein wenig und schnellte auf Niall zu, schwang es einfach mal und es verfehlte knapp seinen Arm und sofort ließ sie das Ding wieder ruhig in der Hand. Hinter dem Schlag verbarg sich verdammt wenig Kraft, egal wohin die Brünette gezielt hätte, es hätte den jungen Vampir nicht gleich "aufgespießt". Eine Niete, ohh ja, ein gewaltige Niete... Sie konnte einfach niemand anderen verletzen! Niall würde sich wirklich die Zähne an ihr ausbeißen, fürwahr.

[grübelt wieder / kriegt einen kurzen Schock / nimmt das Messer wieder / geht zögernd auf Niall "los" / schwacher Schlag]
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Mo Jul 23, 2012 7:43 am

Give me one reason - only one good reason - why I'm doing this right now


Niall beobachtete sie, bemerkte den Schock, der in ihren Knochen hing. Sehr gut. Das würde ihr vielleicht ein kleines bisschen Motivation geben ... das Grinsen blieb auf seinen Zügen, während er darauf wartete, dass Candace reagierte, darauf, dass sie angriff. Er überging ihr gemurmeltes "Sicher?" einfach, weil er ganz genau wusste, dass er darauf nur losbrabbeln würde - und das Mädchen brauchte alle Konzentration, die sie kriegen konnte. Und er würde einen Teufel tun, sie dabei zu stören. Also hielt er aus, zum ersten Mal still, bis auf die Tatsache, dass er leicht vor, zurück, rauf und runter wippte.
Ihre "Attacke" allerdings ließ ihn losprusten. Niall gab sofort jegliche Kampfhaltung auf und schlug eine Hand vor den Mund, um den lauten Lacher, der den Lippen zu entkommen versuchte, zurückzuhalten. Das sollte ein Versuch sein, ihn anzugreifen? Dass er nicht lachte! Plötzlich wurde ihm klar, dass es doch um einiges schwerer werden würde, als er erwartet hatte. Das Lachen blieb ihm im Hals stecken und er fuhr sich in einer fahrigen Bewegung durchs Haar, jetzt wieder ernst.

"Candy, ich bitte dich. Das soll ein Angriff gewesen sein? Mal abgesehen davon, dass es in der Haltung, die ich hatte, besser ist, auf den Oberschenkel zu zielen - du musst Kraft reinsetzen! Wenn du etwas so halbherzig versuchst, hat das absolut keinen Sinn. Glaub mir, ich halt das aus."

Er brauchte eine Idee, um sie dazu zu kriegen, das zu tun, was er von ihr erwartete. Wieder fuhren Nialls Hände durch sein Haar, dann schoben sie schon wieder die Ärmel seiner Strickjacke über die Ellbogen. Er brauchte eine gottverdammte Idee. Sie würde total abschmieren. Er würde als der totale Idiot dastehen, weil er zu doof war, ihr das Kämpfen beizubringen. Natürlich war er das. Er kriegte es ja nicht mal auf die Reihe, auf sich selbst aufzupassen. Ritt sich ja selbst andauernd in die Scheiße. Wie sollte er dem Mädchen dann etwas beibringen? Ein Seufzer entwich seinen Lippen ...
Als ihm die perfekte Idee kam. Natürlich! Das war genial! War er nicht genial? Ein Grinsen legte sich auf seine Lippen und ein schelmisches funklen in das Blau seiner Augen. Ja, gar nicht mal so schlecht. Niall war überaus zufrieden mit sich. Das musste doch funktionieren, zur Hölle noch mal. Es würde doch funktionieren, oder? Er hatte ja bereits bemerkt, dass Candace ein wenig ... anders war. Aber sie würde doch wohl soziale Kontakte gehabt haben! Wie könnte sie auch nicht?

"Also, durch die Tatsache, dass ich weiß, wie HighSchool läuft, bin ich mir sicher, dass es irgendwen gibt, den du richtig gehasst hast. Ok, zumindest sehr wenig gemocht. Du stellst dir jetzt vor, dass ich derjenige bin, klar?"

Und Niall ging wieder vor ihr in Kampfstellung, die gleiche wie vorher. Er hoffte und betete, dass sie sich noch daran erinnern konnte, was er gerade gesagt hatte. OK, eigentlich hatte er es nur mal schnell zwischen wichtigen Fakten eingeworfen, also war es eher unwahrscheinlich. Also rieb er sich kurz über den Mund und versuchte, ein ernstes Gesicht beizubehalten (er schaffte es halbwegs, nur seine Augen strahlten noch immer). Dann entschied er sich einfach aus einem Gefühl heraus, noch mal zu erwähnen, was er bereits gesagt hatte. Sicher war sicher, und zu viel reden konnte man seiner Meinung nach nicht.

"Denk dran, auf den Oberschenkel."

{ beobachtet xxx lacht xxx verzweifelt xxx erklärt CANDACE etwas xxx idee xxx teilt ihr idee mit xxx geht in kampfstellung }
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Mo Jul 23, 2012 9:58 am

Es war so klar gewesen. Candace hatte kein Talent, sie hatte so etwas noch nie gemacht... Wie sollte sie das denn dann hinbekommen, auf irgendjemanden "loszugehen"? Aber irgendwie taugte der Blondschopf nicht als "Lehrer", weil er nicht ernst bleiben konnte und die jugendliche Unbeschwertheit das auch noch verstärkte. Und genau, weil er jetzt so losprustete, hatte Candace schon direkt noch weniger Lust hier drauf, wenn sie nur da war, um für andere eine Lachnummer zu sein. Was sich die Vampire dabei gedacht haben, sie zu einem zu machen... Ach was, wahrscheinlich war sie das untalentierste Ding von allen. Wenigstens konnte er sich doch ein wenig fangen und wieder zur knallharten Realität zurückkehren. Nachdem er geendet hatte, ließ Candace einen winzig kleinen "Knurrer" raus. Nein, sie nahm die Anweisungen Niall's an und würde versuchen, es besser zu machen. Aber jemand, den sie erst vor kurzen kennengelernt hatte, durfte sie nicht Candy nennen. Das durften nur engste Freunde und Familienmitglieder, Niall war nicht mal in der Nähe von solch einem Status. Aber sie sagte dazu nichts, das hätte nichts gebracht und sie tat so, als hätte sie das gaaar nicht gestört.
In Gedanken rollte sie die Augen. Dauernd war was an den Haaren und an der Kleidung zu richten, das nervte doch auf Dauer? Natürlich, auf sein Aussehen zu achten war ja ganz toll und alles - aber dauernd alles zruechtzupfen... Für was auch? Eine Weile später sagte er gar nichts. Vermutlich zermaderte er sich das Gehirn darüber, wie man "Candy" doch nicht als absoluten Reinfall abstempeln konnte. Und dann kam er mit einer seltsamen Theorie. Hat sie Personen gehasst? Haben andere Person sie gehasst? Klar, mit manchen kam sie wirklich nicht so aus und sie hatte auch oft schon Beleidigungen an den Kopf bekommen, welche durch ihre guten Noten und ihren Fleiss, ihre Angst und ihre Schüchternheit ausgelöst wurden. Aber niemand hatte sie so gehasst, dass sie auf jemanden mit einem Messer losgegangen wäre... Und weil es niemanden gab, der für sie als verhasst galt, konnte sie es sich an Niall auch nicht vorstellen. Sie würde da ihre eigene Taktik anwenden - so lange das möglich war...

Candace dachte einfach an jeden hier auf dem gesamten Schiff, alle hasste sie. Alle waren einfach nur verdammte Monster und menschenverachtend, sie konnte sich hier mit niemanden wirklich anfreunden. Und genau das versuchte sie dann, in Kraft und Hieb umzuwandeln, die Wut darauf, wie schrecklich und brutal hier doch alle waren. Aber dann wirklich auf jemanden losgehen... Dazu musste sich der Mut mal finden, den die Brünette nicht unbedingt besaß. Sie stellte sich jetzt ein wenig "kampfbereiter" hin und kam sich immer noch verdammt verarscht vor bei der ganzen Sache hier. Sie griff das Messer wieder, zweifelte aber immer noch daran, ob das wirklich gut war. Sie zielten gen Oberschenkel und hob den Arm, aber er blieb in der Luft stehen, sie konnte das einfach nicht. Doch diese kleine Stimme, die vorhin schon in ihrem Kopf herumgegeistert war, forderte sie auf, endlich mal anzufangen. Wenn das so einfach wäre.

Sie atmete tief aus und ließ dann das Messer niedersausen, welche Niall's Oberschenkel streifte und einen kleinen, roten Striemen hinterließ. Sofort zog sie die Waffe zurück und ließ sie blitzschnell sinken. "Sorry, sorry, sorry, sorry!", entschuldigte sich Candace übertrieben viel. Ihr stand wieder der Schock in den Knochen. Oh Man, so würde das niemals was wären! Sie wollte erst auf den Vampir zulaufen und schauen, ob mit seinem oberschenkel alles okay war - aber sie ließ es dann doch, schließlich mochte sie hier alle nicht und würde sich nicht um das Wohl dieser Monster scheren. Eigentlich.
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Di Jul 24, 2012 2:03 am

« So she throws him at the wall and kisses burn like fire, And suddenly he starts to believe,
He takes her in his arms and he doesn't know why, But he thinks that he begins to see
Don't let go! Never give up - it's such a wonderful life. «
Hurts

Dem Schicksal konnte man nicht entrinnen. Das konnte ja niemand, warum sollte es also ein Paranormaler? Aber es wäre vielleicht schon nciht schlecht gewesen, wenn Moon sich jetzt hätte dem entziehen können, was ihm wohl bevorstand. Ihm war ganz udn gar nicht wohl bei dieser ganzen Sache und noch immer war er der festen Überzeugung, dass es nicht gut sein konnte, wenn sie sich wirklich auf diesen rettungszug begaben und ihr eigenes Leben - das eigentlich niemand, außer dieser räudiger Menschen zerstören konnte - in Gefahr brachten. Er war immer liebend gern der Überlegenere gewesen, wenn es zum Kampf kam, dass sich dies nun ändern würde, weil die andere Spezie eine Methode gefunden hatte, wie man die Vampire auslöschen konnte und er niemals sicher sein konnte, welcher dieser unzähligen Zweibeiner nun diese kannte, war ihm daher so ganz und gar nicht recht. Natürlich kannte der Blonde Krieger genügend Kampftechniken und Schachzüge, um auch einen stärkeren gegner im Ernstfall auszuschalten, doch was ihn noch zunehmends beunruhigte war die Sache mit Indigo. Gary war ihm ein Dorn im Auge, auch was Indigo anbelangte. Für Moons Geschmack standen sie sich einfach viel zu nahe und außerdem nutzte der General auch ncoh jede Gelgenheit, um der dunkelhaarigen Kriegerin näher zu kommen. Diese Entführung, oder was auch immer es war, kam Moon nur gelegen - das war seine Chance Gary ein für alle mal loszuwerden, ohne, dass man ihm selbst später irgendetwas anhängen konnte - außer vielleicht, dass er bei der rettungsaktion nicht dabei gewesen war, aber daran dürfte es wohl kaum scheitern.

Aber alleine gehen lassen konnte er seine Freundin auch nicht, dafür quaoll sein Beschützerinstinkt zu sehr in ihm auf. Er musste ein Auge auf Indigo haben, auch wenn ihr Streifzug sie zu Gary führte und vielleicht scheiterte diese ganze Aktion ja doch, was für Moon eigentlich von Vornherein klar gewesen war. Warum saß er dann noch hier und starrte die gegenüberliegende Wand an, während ihm die Kings of Leon etwas vom letzten Ruf erzählten?
Entschlossen richtete sich der Vampir auf und hastete in die Waffenkammer. Dort angekommen besah er sich kurz, aller vorrätiger Waffen und schnappte sich dann einige Schusswaffen, die er sich in den Gürtelbund steckte. Er war kein Freund großer, sperriger Gewehre. Ein Krieger, wie er es war, der war stets darauf bedacht wendig und frei beweglich zu sein, auch wenn dadurch möglicher Schutz fehlen konnte. Seine Stärke war die Schnelligkeit und der eine, kruze Moment, den er brauchte um den Gegner den garaus zu machen.
Hinter ihm fiel die schwere Tür ins Schloss, als sich Moon wieder zu der Hauptpforte begab, an der er zuvor noch mit Indigo gesessen und diskutiert hatte. Selbstverständlich hatte der oftmals ignorante Blonde den flehentlichen Ausdruck in den lilanen Augen der Dunkelhaarigen wahrgenommen, bevor sie abgezogen war. Ihre impulsiven Worte ließen ihn im Nachhinein doch etwas Schmunzeln. Stundenlang betteln? Eigentlich ließ er sich nie erweichen, wenn er der festen Überzeugung von etwas war, sie konnte sich glücklich schätzen, dass er ihr jetzt überhaupt nachfolgte - und dass ja eigentlich auch um ihret Willen und nicht, weil er wirkliche gute Absichten für Gary hatte, den würde er schon noch vor die Hunde bringen.

Mit einem gewaltigen Satz sprang Moon von der Eingangstür des Raumschiffs hinunter auf die Erde und landete leise und leichtfüßig wie es sonst nur Katzen vermochten. Er sah Indigo nicht weit entfernt von ihm stehen, wie sie einfach nur dastand und die kühle Morgenluft in sich aufsog. Kurz verharrte der Blonde und betrachtete sie eine Weile von hinten. Wie lange stand sie schon da? Schließlich rappelte er sich wieder auf und ging von hinten an sie heran. Es war auch für einen Vampir kaum möglich die leisen Schritte des Kriegers zu hören, so geräuschlos bewegte er sich auf sie zu, während ihr dunkles Haar im Wind flatterte und nach seinen blonden Locken griff, als er Indigos Hüften von hinten umgriff und ihr kurz einen Kuss in die Halsbeuge drückte, ehe er erneut verharrte. Diesmal dicht bei ihr.
"I'm watching you - always!"
Die Worte flüsterte Moon nur, doch seine Lippen lagen so dicht bei Indigos Ohr, dass sie sie problemlos verstehen konnte. Ein Versprechen? Eine Drohung? Wie viel wussten die Vampire hier schon über den eigenwilligen Krieger, der in einer kalten Nacht plötzlich vor den Toren gestanden und um Einlass gebeten hatte. Einen Tag später, war er Teil der Armee gewesen. Aber niemand wusste, aus welchem Muster Moon gestrickt war und welche Ziele er verfolgte. Und darin lag sein Vorteil. Er kannte sie, aber sie kannten ihn nicht. Ein boshaftes Grinsen schoss über die sonst so kalten Züge des schönen Gesichts.


{Raumschiff | denkt nach | rafft sich auf | waffenraum | verlässt das Raumschiff | Indigo }
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Sa Jul 28, 2012 12:23 am

I don't wanna rush you, but we really have do hurry.


Niall kam sich vor, als würde er seine gesamte Zeit mit warten verbringen. Warten darauf, was Candace tat. Beobachten, wie sie sich bewegte. Wie sich ihre Augen verdunkelten, ihr Gesicht bewegte, wenn sie über weiß Gott was nachdachte. Er hatte jetzt nicht zwingend etwas dagegen, sie zu beobachten. Aber er war auch nicht begeistert davon, die ganze Zeit so dazustehen wie ein Bescheuerter ohne Hobbies. Gut, eigentlich hielt jeder ihn für genau das. Aber schlimm genug. Er war vielleicht überdreht und naiv, aber nicht bescheuert. Und er hatte Hobbies!
Trotzdem harrte der Ire mehr oder weniger bewegungslos aus, als Candace das Messer hob. Er sah, wie sie zögerte, sah, wie viel Kraft sie das kostete. Aber sie fand die Kraft, und das war ein guter Fortschritt. Er sah auch den Grund in ihren Augen aufleuchten, nur ganz kurz - es war die Wut auf die Welt, in der sie jetzt lebte, auf die Vampire, auf ihr neues Leben. So hatte er auch angefangen, genau so. Es war gut, das zu sehen - das bedeutete nämlich, dass sie durchaus noch nicht verloren war, dass sie doch noch Gefallen hier dran finden konnte.
Dann sauste die Klinge durch die Luft, und seine Augen folgten ihr. Im letzten Moment zog er den Oberschenkel noch ein wenig weg, weil sie ihn vermutlich ansonsten etwas härter getroffen hätte, als sie jetzt gerade annahm. So durchschnitt das Messer nur seine Hose - seine gute dunkelrote Hose! - und striff seine Haut. Es ziepte ein wenig, aber Niall zuckte quasi gar nicht. Es tat so leicht weh, dass er es gut ignorieren konnte. Außerdem war er kleinere Verletzungen gewöhnt, und diese würde innerhalb der nächsten viertel Stunde wieder verschwunden sein.
Niall hörte die Panik, den Schock in ihrer Stimme, als sie ihn mit ihren großen Rehaugen anblickte und sich entschuldigte. Er stellte sich gerade hin und beobachtete sie mit einem leichten Grinsen auf den Lippen. Sie sah tatsächlich aus wie ein in die Ecke getriebenes Reh, so panisch und ängstlich ... warum? Er tat ihr doch nichts. Er war hier, um ihr zu helven, zum Teufel noch mal! Und das schlug an, das sah man doch sofort - sie hatte den ersten Schritt geschafft! Wegen ihm! Natürlich erfüllte ihn das mit Stolz. Deswegen grinste er ja auch.

"Kein Grund, dich zu entschuldigen! Das war gut, du machst schnelle Fortschritte! Und um mich brauchst du dir keine Sorgen zu machen - das war gar nichts.", meinte er vollster Überzeugung und mit einer fröhlichen Leichtigkeit in der Stimme, die wohl nur er aus dem Hut zaubern konnte. Die kurze Angenervtheit von vor zwei Minuten war verschwunden, er genoss es wieder, hier zu sein, und mit Candace zu arbeiten.
"OK, du hältst dich bis jetzt ja ganz wacker. Du muss bedenken, dass es eigentlich nur drei Stellen gibt, die du treffen musst, um deinen Gegner einzuschränken - seine Seite, seine Beine und seinen Bauch.", erklärte er ihr wieder ernst. "Die braucht er am Meisten, wenn er dir folgen will - da hilft es nicht, wenn du ihm am Arm verletzt, OK? Du musst immer gucken, wo du am Besten drankommst, und dann draufhauen. Du darfst nicht zögern - am Besten, du denkst gar nicht drüber nach. Einfach machen. Verstehst du?"
Jetzt stellte Niall sich ihr direkt zugewandt hin, die Beine schulterbreit auseinander, die Arme an den Seiten herabhängend. Lektion Zwei konnte beginnen. "Wo würdest du hinzielen, wenn ich dein Gegner wäre und so vor dir stünde? Du willst mich nur daran hindern, dir zu folgen. Oder mich in meiner Bewegungsfreiheit einschränken."

{ leicht angenervt xxx CANDACE's angriff xxx stolz xxx lobt sie xxx erklärt ihr was xxx stellt ihr eine Frage }
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Sa Jul 28, 2012 12:45 am

And I stand here in silence and I know that I need you.


Wo sollte sie hingehen? Jetzt stand Indigo hier, endlich draußen, endlich bereit, endlich an der frischen Luft. Und sie hatte absolut keine Ahnung, wo sie anfangen sollte. Sie konnte nicht einfach random durch die Straßen rennen und nach irgendwelchen Anzeichen für ein Gildenmitglied suchen - einfach, weil die Stadt, deren Skyline vor ihr den Abend erhellte, zu riesig war. Sie hatte keine Ahnung, wo sie beginnen sollte. Absolut nicht die geringste Chance. Da waren ja auch keine Duftnoten oder so etwas, denen sie folgen konnte. Es war einfach alles so .. so ... bescheuert und so verdammt, verdammt, verdammt scheiße! Warum hatte sie sich nur darauf eingelassen?
Ganz einfach - weil sie Gary das schuldig war. Weil Gary derjenige war, der ihr schon oft genug aus der Scheiße geholfen hatte. Weil Gary ihr engster Freund war, auch wenn sie oder er das nie zugeben würden. Ja, sie waren Freunde. Sie waren Partner. Sie waren Kriegsgefährten. Und zum Teufel noch mal, sie würde ihn da raus holen. Auch, wenn Moon ihr nicht half. Auch, wenn sie allein vermutlich sterben würde. Sie würde den General da rausholen, und wenn es das Letzte war, was sie tat. Einfach, weil sie es ihm schuldig war. Weil sie danach quitt sein würden, weil sie es hasste, in der Schuld anderer zu stehen (zumindest redete sie sich ein, dass es so war).

Indigo wollte gerade losrennen, als ein leichter Windzug um sie herumschlich und einen Geruch mit sich trug, bei dem sich ihr Herz zusammenzog. Und schon lagen Moons altbekannte, große, warme Hände auf ihren Hüften und seine weichen Lippen striffen ihren Hals in einem Kuss, während er sprach. Seine Worte sorgten dafür, dass zugleich ein warmes Gefühl sich in ihrer Magengegend ausbreitete und ihre Nackenhaare sich aufstellten. Dieser Krieger schaffte es, so viel in so wenige Worte zu legen, dass es sie fast schon verwirrte. Aber auch nur fast. Denn sie vertraute ihm, trotz allem, und sie fand sich erleichtert, dass er ihr doch gefolgt war, wie sie es gehofft hatte.
Indigo's Hände fanden wie von selbst den Weg zu den seinen, die auf ihren Hüften verharrten, legten sich über sie, eine Geste der Akzeptanz und der eigentlichen Tiefe ihrer Gefühle für ihn, die keiner der Beiden jemals zugeben würde. Diese Geste hielt aber nicht lang an. Wenige Sekunden der Verbundenheit, der Wärme, dann löste sich Indigo aus dieser Berührung, verließ die Sicherheit seiner Arme. Ein Grinsen, kalt und ebenso boshaft wie das seine, umspielte ihre eigenltich so sanften Züge.

"Lass uns gehen. Ich hab das Gefühl, das wird interessanter, als wir gerade denken."

{ allein draußen xxx gedanken xxx MOON xxx will gehen }
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Di Jul 31, 2012 3:17 am

« I would still be holding you like this, And all those fairytales are full of shit
One more fucking love song I'll be sick, Now I'm at a payphone... «
Maroon5

Irgendwie überkam ihn in diesem Moment der drang sich auf sein Zimmer zu begeben, sich aufs Bett zu legen und einfach nichts zu tun. Abzuschalten und den eigenen Gedanken lauschen. Das konnte ein durchaus interesanntes Unterfangen sein, vor allem - er schwiff vom Thema ab! Aber es war auch so schön und verlockend an etwas anderes zu denken, als das, was ihm nun bevorstand. Diese Rettungsaktion löste immer noch ein unbehagliches gefühl in Moon aus. Da war keine Angst, oder Scheu, viel eher soetwas wie Gleichgültigkeit vermischt mit ein bisschen Sorge um Indigo. Natürlich konnte sie auf sich selbst aufpassen, doch würde ihr nun etwas passieren, das würde er sich niemals verzeihen, wenn doch ein Gildenmitglied sie in die Finger bekam. Trotzdem war es auch keine gute Idee alleine loszuziehen, doch das war ja scheinbar genau ihr Plan, als sie sich rasch und geschickt aus seiner Umarmung löst und sofort wieder Distanz zwischen sie brachte.
Eindringlich sah Moon die Kriegerin an, während er die Hände in den Taschen seiner Sweatshirtjacke vergrub. Er hatte verstanden, wenn sie keine weitere Nähe mehr wollte, dann würde er sich auch nciht aufdrängen, aber die angespannte Zurückhaltung in ihm wog über das Verlangen sie zurück ins Raumschiff zu schleifen. Das würde er ohnehin nicht schaffen, ohne Blessuren davon zutragen, aber er war ebenso wneig bereit der Emanzipation nachzugeben und auch noch seinen Schweinehund zu überwinden. Und dennoch musste er sich wohl oder übel für eine der beiden Varianten entscheiden.

"Interesannt ist nicht das richtige Wort, honey. Zumindest nicht, wenn man einen möglichen Krieg heraufbeschwört und kurz davor ist eine äußerst dumme Tat zu begehen!"
Vermutlich würde er es nie lassen können, darin rumzusticheln, dass ihm das Vorhaben Gary zu befreien nicht gefiel. Tat es ja auch nicht, warum also verheimlichen? er würde nicht kuschen, so wie all die anderen Vampire, die vor Indigo den Schwanz einzogen.
Das Grinsen, was sich auch auf die Züge seines Gegenüber gelegt hatte, war schon längst aus seinem Gesicht gewichen, als nun deutlich die Kiefermuskeln hervortraten, als er die Zähne aufeinanderbiss und Indigo noch einmal von oben bis unten musterte, ganz so, als wolle er sich vergwissern, dass er sie so losziehen lassen konnte.
"Also gut, du hast gewonnen. Es wird das erste und zugleich letzte Mal sein, dass ich nachgebe. Du stehst tief in meiner Schuld, ich hoffe du weißt das?"
Wenn das spöttische Lächeln nicht auf seinen Lippen lag, so schwang es bei seinen Worten in der rauen Stimme mit. Mit einem Kopfnicken bedeutete er Indigo loszugehen, er würde ihr wohl folgen, auch wenn alles in ihm dannach schrie, sie zu packen, durchzuschütteln, zurück ins Schiff zu gehen und dieses ganzes Vorhaben mal gründlich umzupolen. Aber so hatte er wenigstens noch etwas Zeit - Zeit für seine eigenen Pläne.


{Indigo | spricht}
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   So Aug 05, 2012 11:31 am

Candace war sich wirklich noch nicht sicher, ob sie das denn auch wirklich machen wollte. Der gedanke daran war einfach so falsch. Sie und Kämpfen, sie und eine Waffe - das vertrug sich einfach nicht. Sie beobachtete Niall, welcher wohl auch nicht so viel Geduld aufwies. Sein Blick gelangweilt, als hätte er nun wirklich keine Lust mehr drauf. Das ganze hier war ja auch mal total lächerlich. Man konnte Candace so etwas nicht beibringen, sei man noch so ein Stehaufmännchen und Sonnenschein wie Niall (zumindest wirkte er so).

Ihr lag immer noch der Schock in den Knochen, welcher sich durch die Verletzung Niall's ereignete. Und so konnte sie nicht weiter machen, dann würde sie ja mal total verängstigt in der Ecke hocken und sich einreden, das hier alles würde nicht passierne...Ähe. Schön wär's. Aber nachdem sich die Aufregung etwas legte, schaute sie wieder zu Niall hoch, nicht mehr auf die Wunde, sonst w+rde sie noch ganz kirre werden. "Oh doch, natürlich muss ich mich entschuldigen!", hörte man immer noch leichte Besorgnis raus. Wenn sie sich schon bei Leuten abermals entschuldigte, welche sie gerade mal als Bekannte ansah - wie sollte das dann werden, wenn sie wirklich mal ernsthaft gegen jemanden "kämpfen" muss? Daran wollte sie gar nicht erst denken, aber sie musste. Es war einfach zu unvorstellbar, als dass man nicht darüber grübeln könnte. Aber sie war auch ein wenig erleichtert, dass es nun wirklich nicht so schlimm wäre und sie Fortschritte machen würde - zumindest nach der Meinung des Blondschopfs. Aber sie sah einfach keinen Fortschritt darin. Sie hatte einfach jemanden verletzt. Und sie war es nicht gewohnt, so viel Kraft aufzuwenden.
Kurz darauf begann er schon weiter zu erklären. Die Brünette wusste nicht so, ob er wirklich wusste, was er da tat, aber sie konnte jetzt nichts anderes machen als zuzuhören, einfach abzischen oder sich stur stellen würde (mal wieder) nichts bringen und das war nicht in Ordnung. Okay, sie sollte Bauch, Beine, Seite - klang ja ganz einfach. Zumindest für Personen, die sich mit dem Gedanken abfinden konnten, zu kämpfen und Leute zu verletzen. Etwas zögerlich nickte das Mädchen dann zur Bestätigung. Verstanden hatte sie diese Erklärung ja - aber ob sie damit was anfangen konnte? Mal sehen. Danach stellte ihr der Ire eine Frage. Sie wusste nicht, wie sie darauf antworten sollte. Gab es richtig und falsch? Und woher sollte sie denn wissen, wie man einen anderen Gegner daran hindern konnte, einem zu folgen? Seiner Erklärung nach hatte sie drei Antworten parat - und mit einer feuerte sie einfach mal raus, was anderes blieb ihr ja nicht übrig. "Beine?", gab sie einfach mal an. Ja, man sah die Ratlosigkeit in ihren Augen. Sie war nicht unbedingt so viel weiter vorangekommen, wie noch vor ein paar Minuten. Und das Mädchen war sich nun sicher, dass Niall wahrscheinlich noch der Geduldsfaden reißen würde, mit ihr konnte man einfach nicht arbeiten.

[denkt nach / entschuldigt sich nochmal bei NIALL / hört ihm zu / antwortet ratlos auf Frage]
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Jeanelle Blanchard
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Mo Aug 06, 2012 7:45 am

I wanna fight.
FLYNN // denkt nach // Waffenkammer // spricht


Das lange Schweigen Flynns beunruhigte Jean keineswegs. Vielmehr genoss sie es, einmal nichts sagen zu müssen. Sogar ihre Gedanken waren größten Teils ruhig und drehten sich zudem mal nicht um Gary. Die Dunkelhaarige dachte einerseits schon darüber nach, welche Waffen sie sich nehmen würde, aber andererseits auch, wie sie mit Flynn kämpfen konnte. Sie vertraute dem jungen Mann soweit, dass sie mit ihm gemeinsam kämpfen konnte, denn sie wusste, dass er ein guter Kämpfer war. Natürlich utnerschieden die Beiden sich wie Tag und Nacht, doch das machte Jean nichts aus.
Seine nächsten Worte brachten die junge Frau zum Schmunzeln und sie lächelte leicht. es freute sie, dass er so gerne in den Kampf ziehen wollte wie sie slebst. Als sie ihm allerdings weiter lauschte, verschwand ihr Lächeln und sie nickte kurz. Sicher. Gary konnte sich allein verteidigen. Nicht umsonst war er der General. Ein kleines Seufzen entwich ihr, ehe sie die Tür zur Waffenkammer aufstieß.
"Bedienen wir uns" grinste sie mit einem verwegenen Funkeln in den Augen und schlich daraufhin durch den Raum. Sie summte leise und sah sich um. Einige Messer trug sie ohnehin bei sich, aber sowohl die Wurfsterne, als auch ein Bogen interessierten sie. Nachdenklich nahm sie den filigranen Bogen in die Hand und wog ihn hin und her. Sie konnte mit so gut wie allen Waffen kämpfen, so wurde sie zumindestens ausgebildet. Und dieses Geräthatte es ihr heute besonders angetan. Damit konnte sie auf jeden Fall von Distanz aus angreifen. Die Wurfsteren waren für eine etwas kürzere Distanz gedacht und für den Nahkampf hatte sie ihre Messer und ihre Kräfte. Zufreiden nickte die Dunkelhaarige also und schnallte sich Bogen samt Köcher um die Schulter. Eingie Wurfsterne verschwanden in ihrer Kleidung und sie wand sich an Flynn. Neugiereig und etwas freundlicher als sonst sah sie den Dunkelblonden an. "Und was nimmst du so" fragte sie mi einem amüsierten Grinsen. Auf eine Art und Weise mochte sie den Krieger. Und das war schon etwas besonderes beo der Dunkelhaarigen - immerhin mochte Jeanelle reichlich wenig Leute.


Entschuldige den kurzen Post, aber ich bin im Moment in einem wahren Kreatief.
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   So Aug 19, 2012 8:40 pm

Time for the Rebel to get by.


Es war seltsam, wie wichtig Moon Indigo geworden war. Der blonde Krieger war für sie mehr als nur irgendein Vampir, der an ihrer Seite kämpfte. Das war er nie gewesen. Sie hatten sich gehasst, sie hatten sich verabscheut. Und warum? Weil sie zu sehr vneinander angezogen worden waren, weil sie zu gleich gewesen waren, un dihre Herzen ihnen das gesagt hatten. Aber aus der verdammten Angst heraus, verlassen zu werden, verletzt zu werden, hatten sie ganz schön lange Zeit gebraucht, um den nächsten Schritt zu tun. Noch immer waren sie nicht wirklich das, was man ein Paar nennen konnte. Noch immer stritten sie die ganze Zeit. Aber jetzt hatten ihre Streitereien eine andere Ebene erreicht. Sie gingen nicht mehr unter die Gürtellinie, sondern meist war es nur noch die Tatsache, dass sie einfach nicht daran gewöhnt waren, zu irgendwem freundlich zu sein ... außerdem genoss sie es einfach viel zu sehr, sich mit ihm zu streiten, um das an den Nagel zu hängen.

Aber, darauf sollte sie sich eigentlich gar nicht konzentrieren. Sie musste zusehen, dass sie Gary aus der Gefahrenzone rausbekam, wo auch immer die war. Also ging Indigo schon mal los, während sie gleichzeitig Moons Worten lauschte. Natürlich konnte er sich die ein oder andere Stichelei nicht nehmen lassen. Sollte er doch machen, war ihr auch egal. So richtig ernst nahm sie seine Worte ja sowieso eher selten. Sie ignorierte auch seinen Blick, den prickelnden Blick seiner roten Augen, als er sie noch einmal beobachtete - warum machte er das eigentlich? Aber es war jetzt auch egal. Sie würden jetzt losmüssen, wenn sie nicht die ganze Nacht hier in der verdammten Wüste vertrödeln wollten.
"Interessant ist das richtige Wort, da bin ich sicher. Nicht unbedingt in der Standartbedeutung, aber falsch ist es auch nicht.", antwortete Indigo ihm, während sie sich auf den Weg in die Stadt machte. Sie würden im Stadtkern suchen, zu dieser Zeit trieben sich noch verdammt viele Menschen dort herum. Las Vegas war eine Stadt, die niemals schlief. "Und ich werde dir das schon zurückzahlen, keine Sorge. Kommst du jetzt?" Und dann rannte sie in ihrer vampirischen Geschwindigkeit los, kaum mehr als ein Schemen in den Schatten der Nacht. Sie wusste, Moon würde ihr folgen können.

{ Gedanken | geht los | spricht mit MOON | zu The Strip }
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Mo Aug 20, 2012 10:39 pm

This should be easy, on you, on you ... but it isn't, right?


Zum Glück hörte Candace ihr richtig gut zu. Niall hasste es, wenn jemand ihm nicht zuhörte. Gut, wenn der Tag lang war, laberte er verdammt viel Scheiße. Aber das, das war mal ausnahmsweise keine Scheiße. Es war das, was sein eigener Lehrer ihm einst mal beigebracht hatte. Das war noch nicht allzu lange her, trotzdem sagte er "einst". Warum? Naja, ganz einfach: es war so unglaublich viel passiert, seit dem Tag, wo er diese erste Lektion gelernt hatte. Das war unfassbar. Er hatte mit diesem Krieg begonnen, er war auf diesem Raumschiff. Er hatte so viel gelernt, er hatte so viel erlebt. Ein verdammtes Jahr war er nun schon hier. Ein Jahr, das alles geändert hatte.
Aber er erinnerte sich noch an die Anfänge. Ihm war es nicht anders ergangen als Candace. Er hatte hier weggewollt, er hatte kein Vampir sein wollen. Alles, was er haben wollte, war sein eigenes Leben, sein altes Leben. Seine besten Freunde, seine Familie, das, was ihn ausgemacht hatte. Er hatte nicht lernen wollen, wie man Waffen benutzte. Er hatte nicht lernen wollen, wie er andere verletzte, umbrachte, was auch immer.
Aber er wusste, dass wenn er das nicht gelernt hätte, dass Niall Horan dann tot wäre, nur noch eine unwichtige Erinnerung. Und so würde es auch mit Candace sein - sie würde sterben, wenn sie sich nicht zumindest verteidigen konnte. Und Indigo hatte es zu seiner Aufgabe gemacht, sie zu unterrichten, sie auszubilden. Vermutlich verstand sie, dass er verstand, wie sie sich fühlte, und nutzte das aus. Die Vampirin, so sehr er sie auch nicht mochte, weil sie zu kalt war, war verdammt gerissen, das musste er zugeben.

Die Antwort auf Niall's Frage entkam Candace's Lippen zögernd, wie eine Frage. Natürlich war sie sich nicht sicher, wie sollte sie auch. Er war sich bis heute noch nicht sicher - das lag aber auch daran, dass er nie wirklich diese Sachen angewandt hatte - er war immer aufs Ganze gegangen, er hatte immer gekämpft. Er hatte sich noch nie für weglaufen entschieden, weil - bei allen guten Geistern - das brachte doch auch nichts. Aber so viel, wie er von Candace wusste, wusste er, dass sie sich dafür entscheiden würde, wenn es an der Zeit war, dass sie der Gilde gegenüberstand. Damit würde sie sich noch in große Schwierigkeiten bringen.
Niall überlegte kurz, nur einen Wimpernschlag lang, sie würde es nicht mal bemerken, da war er sich sicher. Beine, das war eine gute Idee. Sein durchgeknalltes, viel zu schnelles Gehirn produzierte eine Simulation so einer Situation. So, wie er jetzt stand, bei ihrem Körper, ihrem Gewicht, ihrer Technik ... bei einem Menschen würde das auf jeden Fall reichen. Also nickte er, ein Grinsen huschte über sein Gesicht, legte sich darauf.

"Sehr gut! Sehr, sehr gut, richtig! Die Seite wird von den Armen beschützt und so, wie ich die Arme halte, kann ich auch einen Schlag an den Bauch schnell abwehren."

Dann verfiel Niall wieder in Stille. Er wusste nicht mehr, was er sagen sollte. Was sollte sie noch lernen? Sie wusste jetzt genug, um halbwegs heil aus einer kleineren Auseinandersetzung hinaus zu kommen. Und sowieso, er würde ihr so schnell nicht mehr von der Seite weichen, bis er sie ausgebildet hatte. Das bedeutete, dass sie einen durchaus halbwegs fähigen Beschützer um sich haben würde. Hatte er noch etwas vergessen? Er wusste es nicht mehr, war sich nicht mehr sicher. Verdammte scheiße.

"OK, bei einem Kampf ist es wichtig, dass du deine Gedanken abschaltest. Du musst immer konzentriert sein, verstanden? Du kannst dich nicht mit Angst oder Schuldgefühlen aufhalten, wenn es um dein Leben geht. Deswegen Gedanken aus, nur so kannst du einen kühlen Kopf bewahren. Aber niemals alles abschalten - du brauchst noch immer deinen Instinkt und eine Art Strategie. Kühler Kopf halt. Verstanden? Weißt du, was ich meine? Weil dann würde ich sagen, dass wir los können."

{ CANDACE | Erinnerungen | Gedanken | Antwort }
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Mi Aug 22, 2012 5:07 am

Candace wartete etwas ungeduldig auf eine Antwort. Hatte sie selbst richtig geantwortet? Gab es denn überhaupt eine richtige Antwort auf seine Frage? Sie hatte ja nun wirklich keine Ahnung, und dann? Da musste sie jetzt wohl oder übel drauf warten. Aber eine Weile lang geschah gar nichts. Hat sie ihn denn jetzt schon so sehr genervt, dass er sich überlegt, einfach zu verschwinden, die Last namens Candace nicht mehr tragen zu müssen? Möglich wäre es, möglich wär's... Aber nein. Candace wollte wenigstens einmal etwas optimistisch in dieser doofen Situation sein. Und das war wirklich eine verflixt dumme Situation. Sie wollte keine voreiligen Schlüsse ziehen, wie sie es sonst tat, sondern einfach mal positiv denken. Vielleicht grübelte er selbst ja darüber nach, was wirklich richtig war? Wo man hinzielen musste, um zu fliehen? Aber eigentlich kam es ja auf die Situation an. Es gibt ganz unterschiedliche Szenarien, wo man unterschiedliche Sachen benutzt, damit man heil aus der Sache herauskommt. Also tippte Candace - sichtlich unsicher - auf eine Antwort und hoffte immer noch, dass das nicht zu blöd kam und wieder einfach mal beleidigt wurde. Jaja, wie früher und so... Die Vampire hier waren ja eigentlich auch nicht anders, nur... brutaler und kaltblütiger eben (Gedanke Candace Ende.)

Die Brünette tippte langsam und ziemlich leise mit dem Fuß auf, denn sie wartete immer noch auf eine Antwort. Hm, bis jetzt hatte sie den Iren als totales Plappermaul eingeschätzt und dann brachte dieser keinen Ton raus? Doch als er dann wieder ein Grinsen hervorholte hielt ihr Fuß still.
Ah, okay, anscheinend war die Antwort (So einigermaßen) richtig gewesen, wie schön. Und was brachte das? Hier einfach irgendwelche Fragen zu beantworten... Naja. Und Candace konnte ja auch nicht immer auf die Beine zielen, egal ob sie nun vor jemanden floh oder sonst was machte. Da würde sie einfach schnell drüber nachdenken müssen, wenn es denn mal soweit kommen sollte, dass sie Menschen angreifen musste... Und wieder lief es ihr eiskalt den Rücken runter, wenn sie darüber nachdachte, Menschen anzugreifen. Das hier war einfach nicht ihre Welt!

Eine kurze Zeit darauf wurde es wieder still. Was sollte denn jetzt noch groß kommen? Ein richtiger "Übungskampf" zwischen Niall und Candace? Nein nein, wohl kaum, da würde das Mädchen nicht mitmachen. Außerdem würde sie so schnell am Boden landen... Und außerdem hatte sie auch etwas Angst davor, jemanden gegenüberzutreten, der schon erfahrener als sie war. Okay, alle waren erfahrener als sie, fanden sich mit dem Vampirdasein ab. Für die anderen auf diesem Schiff war Candace sowieso irgendein kleiner Schatten in der Ecke, der einfach nur alle an ihren "Missionen" hinderte, welche das auch immer waren und so. Sie würde, falls es nun mal zu einem Kampf kommen würde, tatsächlich alle behindern. Sie würde sich so trottelig anstellen... Sie würde den anderen so einiges versauen. Sie würde den Untergang der Vampire hier an Bord bringen? Ja, okay, das war ein wenig weit hergeholt und etwas übertrieben. Aber irgendwie stimmte es ja auch. Dann war es aber nicht ihre Schuld - sie wurde schließlich von einem Vampir verwandelt, sie wollte das ja gar nicht. Ganz im Gegenteil - sie HASSTE es nun und hätte so gerne ihr eigenes Leben weitergeführt. Sie wäre älter geworden, hätte ihren Abschluss mit Bravour bestanden, eine ganz normale Familie gegründet und ein tolles Leben gehabt. So sah sie es zumindest. Aber hier, ein Vampir zu sein? Verdammt scheiße. Sie würde ein Leben lang einfach nur allein sein, sich von den anderen Monstern hier abkapseln. Außerdem steckte sie in einem ewig jungen Körper. Natürlich, für manche war es sicher schön, jung und frisch auszusehen - aber dann vielleicht Mitte Zwanzig, man war erwachsen. Die ganze Zeit in einem Teeniekörper... Super Vorstellung.

Eine Weile später kam Niall doch nochmal zu Wort. Candace nickte. Dann würde sie ja mal sofort abgeschlachtet werden. Egal was sie tat, sie dachte einfach immer nach! Da würde es nicht leicht sein, seine Gedanken einfach abzuschalten und sich auf einen Kampf zu konzentrieren... Und besonders, wenn sie wirklich mal in ein Gefecht verflochten war, würden ihre Gedanken Purzelbäume schlagen, sie würde hektisch oder direkt panisch werden. So war sie eben. Huu? Sie wollte los? "Äh... Und wohin gehen wir?", fragte sie unangebracht. Ja, im Moment war sie von allem so überwältigt, dass sie an ein anderes Ziel außer hier nicht mehr denken konnte. Und hieß das jetzt, dass sie nícht mehr alleine weggehen, sich irgendwo einschließen und rumjammern konnte? Das er sie ständig verfolgte? Hoffen tat sie das auf jeden Fall nicht...

[Ungeduld / denkt über Vampire & Menschen nach / fragt NIALL]

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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Sa Aug 25, 2012 8:44 pm

I gotta feeling that tonight's gonna be a good night

Flynn war in der Tür stehen geblieben, um ihre Auswahl zu beobachten, als Jeanelle und er die Waffenkammer erreichten. Es roch leicht nach Metall und Schießpulver, und dieser Waffengeruch ließ schon jetzt seinen Adrenalinpegel steigen. Er war dafür aufgewachsen, um diesen Geruch in der Nase zu haben, wieder und wieder und wieder, ganz ehrlich. Er wusste selbst, dass das irgendwie abartig klang, aber er wusste auch, dass alles an ihm irgendwie abnormal war, weswegen das jetzt nicht weiter tragisch war. Er war halt anders.
Seine Brust hob und senkte sich unter einem tiefen Atemzug, während seine roten Augen niemals die Gestalt der zierlichen, aber starken Kriegerin vor ihm verließen. Jean wählte ihre Waffen geschickt und mit Bedacht. Er wusste, dass sie sehr gut im Umgang mit Kampfutensilien war, aber niemals hätte sie gedacht, dass sie sich so etwas wie einen Bogen aussuchte. Es war einfach so, dass er es nicht wirklich glauben wollte - der Bogen war so alt, so traditionell ... er passte aber überraschenderweise zu Jeanelle, und das war keineswegs ihr gegenüber negativ gemeint.
Schließlich hatte sie sich noch ein paar Wurfsterne gegriffen - eine kluge und tödliche Wahl, wie Flynn sagen musste - und forderte ihn dann auf, sich auch etwas auszusuchen. Er überlegte nicht lang, was er an sich hatte - da war nur eine kleine .38er in seinem Schuh, mehr auch nicht. Er ging zielstrebig auf die Schusswaffen zu, nahm sich noch eine 9mm und eine 45er, die er in dem Schultergurt unter seinem jeansfarbenen Hemd versteckte, mit passender Munition. Zwei etwa unterarmlange Klingen kamen an seine Hüften, das durfte reichen. Irgendwie hoffte der friedliche Teil von ihm ja doch, dass er diese heute Nacht nicht wirklich einsetzen musste. Woraufhin sein blutrünstiger Teil nur abfällig schnaubte.

"Genau diese Sachen, Jeanelle. Ich denke, wir werden nicht allzu viel brauchen.", beantwortete der Mann schließlich ihre Frage mit einem freundlichen Lächeln. Schon war er wieder an der Tür. "Also, wollen wir? Ich frage mich ja schon irgendwie, wo Kilian bleibt. Ich mein, so lang kann es ja jetzt auch wieder nicht dauern, Darren und Lyriera zu trennen. Oder?"

Die Worte verließen die Lippen des gestandenen Kriegers in seinem typischen Plauderton, der ein wenig zu fröhlich dafür war, dass sie sich gerade mehr oder weniger bis an die Zähne bewaffnet hatten, um einen Krieg zu entfachen - denn in dem Moment, in dem sie die Gilde angriffen, würde genau das passieren. Aber das war halt typisch Flynn - ihn konnte man einfach nicht ernst seehn. Er war viel zu gut gelaunt, wann immer man ihn sah. Sogar beim Kämpfen würde er wohl noch ein Grinsen auf den Lippen tragen, wie manche so schön sagten.

{ Waffenkammer | beobachtet JEANELLE | wählt Waffen | will Lian suchen }
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Sa Aug 25, 2012 9:05 pm

Don't worry about me, I'm the most carefree mofo in the world!


Sonderlich begeistert von der Aussicht, die Nacht irgendwo anders mit ihm zu verbringen, schien Candace ja nicht. Niall beobachtete sie, während sie ein wenig harsch und ein wenig zögernd zugleich fragte, wohin sie gehen würden. Er entschied sich, ihre fehlende Begeisterung schlichtweg zu ignorieren - er hatte genug für zwei. Ein breites Grinsen legte sich auf seine Züge und seine blauen Augen leuchteten, noch immer ohne eine Spur des Rots, für das eigentlich alle Vampire bekannt waren (er mochte es halt nicht, wenn seine Augen rot waren. Dann sah er so tot aus, obwohl er das eigentlich gar nicht war.).

"Wohin wir gehen? Raus! Wir werden Las Vegas unsicher machen! Ich meine, wir müssen ja nicht gleich bei dem Auftrag mitmachen, jetzt, wo Indigo uns entlassen hat - und selbst wenn, wir wären denen bestimmt nur im Weg. Aber wir könnten mal gucken, wie das Nachtleben hier so aussieht. Bist du nciht neugierig? Ich will unbedingt wissen, wie Las Vegas ist. Ich bin noch nie hier gewesen, um ehrlich zu sein ... du?"

Niall redete jetzt wieder wie der Niall, der das ganze Raumschiff tagtäglich auf den Kopf stellte und alle nervte bis zum Gehtnichtmehr. Die Worte verließen seine Lippen schnell und wurden zu einem nahezu unverständlichen Mix aus Silben, und das nur wegen seinem irischen Akzent, der aufgrund seiner Begeisterung mal wieder umso stärker war. Aber er war sich sicher, dass Candace ihn verstehen würde - jeder verstand ihn, ob nun mit Irlandakzent oder nicht (denn er konnte auch ohne Akzent reden, das Training hatte lange genug gedauert, aber jetzt ging's.).
Er zog seine Hosen ein klein bisschen hoch, nur so weit, dass sie nicht mehr komplett unter seinem Hintern saßen, sondern schon noch darauf, und schob die Ärmel seiner Strickjacke wieder ein bisschen höher. Er wuste nicht, wie oft er das schon gemacht hatte heute, und es war ihm auch egal. Es gehörte einfach zum Dasein des Niall Horan, stets die Klamotten zu richten, um möglichst gut auszusehen. Dann fuhr er sich mit den Fingern noch einmal schnell durch die blonden Haare. Seine Augen blieben noch immer auf Candace, er wartete auf eine Antwort.
Wie würde wohl ihre Antwort ausfallen? Es war ja offensichtlich, dass sie nicht wirklich begeistert von seiner Gesellschaft war. Aber würde sie ihn deswegen mehr oder weniger von sich stoßen und ihm sagen, er könne tun, was er wolle, sie würde ihren eigenen Weg gehen? Nein, das war eigentlich nicht Candaces Stil; und ja, den konnte er durchaus schon beurteilen, er hatte eine gute Menschenkenntnis, schon vergessen? Was würde sie dann tun? Würde sie ihm wortlos folgen, und auf Distanz bleiben, wie sie es schon das ganze Training getan hatte? Oder würde sie endlich auftauen und ihn etwas näher lassen, sodass er ihr vielleicht doch noch ein Kumpel sein könnte?
Er wusste es nicht, konnte es nicht einschätzen - und das machte ihn neugierig.

{ beobachtet CANDACE | Begeisterung | Antwort | richtet Klamotten | Gedanken }
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   So Aug 26, 2012 3:56 am

Also Candace wusste wirklich nicht, was im Kopf des Iren so alles vor sich ging. Sie hatte nicht immer gute Menschenkenntnisse, manchmal konnte sie die Leute einfach nicht einschätzen, was sie dachten, wie sie fühlten etc. Und so auch nicht bei ihm. Aber manchmal war es von Vorteil, zu wissen, was im Anderen vor sich ging. Denn dann konnte man bestimmte Situationen besser und effektiver bewältigen, als einfach so ins Dunkel zu tappen. Und deswegen nahm sie sich ab heute mal vor, dass sie das ein bisschen trainieren wollte. Auf die Art, wie Menschen - okay, Personen, es gab ja nicht nur Menschen - sich bewegten, die Mimik und Gestik vollführten, wollte sie achten um so in das "Innere" einer Person zu gelangen.

Okay, sie hatte sich aber eindeutig verhört, oder? Las Vegas, diese bunte Stadt, die abends sogar richtig strahlte? Da mitten unter uns? Wo alle nur feiern und spielen wollten? LAS VEGAS?! Okay, ruhig, Candace. Sie hatte schon gehört, dass einige Vampire darüber gesprochen haben und das auch mit dieser Gilde zu tun hatte. Aber dass sie sich wirklich einfach so unter die Menge mischten, Las Vegas genießen würden? Das hatte sie nun wirklich nicht bedacht. Na gut, ein wenig neugierig war sie schon, wie das wohl so war, denn auch sie war noch nie hier gewesen, zumindest nicht so bei Nacht... So was machte ein stilles Streberlein ja wohl auch nicht, oder? Genau. Sie hatte also wirklich nicht unbedingt Lust darauf, "Vegas unsicher zu machen". Niall klang da aber wirklich ganz begeistert von. Wäre sie auch so aufgedreht, wie er und noch viele andere in diesem Alter, dann wäre sie natürlich sofort dabei. Aber bevor sie jetzt erstmal weiterhin groß darüber nachdachte, sollte sie auch was sagen. "Naja, dort war ich noch nicht. Und ich bin sicher, da ist es ganz interessant, aber..." sie musste nicht groß weitersprechen, es war ja wohl klar, dass das nichts für sie war. Höchstwahrscheinlich würde Niall dann wohl alleine dahin müssen. Sie hatte vielleicht, wie er es schon sagte, etwas Freiraum und war von Indigo "entlassen worden", aber dennoch wollte sie auf diesem Raumschiff bleiben. Ja, sie wollte nach Hause, zu ihrer Familie und nicht auf einem Schiff mit Vampiren bleiben, aber im Moment war dieses Schiff hier einfach der "sicherste" Ort, in welchem sie sich zurückziehen konnte.

Aber was sollte ihr Gegenüber denn anderes von ihr erwarten? So, wie sie sich seit ihrem Vampirdasein schon verhielt und noch verhalten würde, konnte er nun wirklich nicht glauben, dass sie Feuer und Flamme für diese Idee war. Und wieder stand sie mit sich selbst im Konflikt. Las Vegas war ja bestimmt wirklich total interessant und hatte einiges zu bieten, und sie musste mal raus an die frische Luft, unter ein paar Menschen, unter ihresgleichen. Sie war ein verdammter Vampir, immer noch, aber befand sich selbst doch noch sehr menschlich, Blut nahm sie ja auch nur von Tieren und nicht von der Gesellschaft da unten. Und vielleicht war es tatsächlich gut, einfach mal wieder unter Leute zu kommen, die keine Monster waren? Der Gedanke daran war verlockend, aber gleichzeitig konnte sich das schüchterne Mädchen nicht vorstellen, irgendwo in einer Bar oder so zu hocken und locker zu plaudern oder eben irgendetwas machen, was in Las Vegas ja viel möglich war, sie war einfach nicht der Typ dafür.
"Na gut, ich komme mit. Aber erwarte von mir, dass ich nur ein Klotz am Bein und eine Stimmungstöterin sein werde, ja?" Sie meinte das wirklich. Früher, als sie noch wirklich menschlich war und ganz normal mit Freunden und Familie lebte, ist sie nur selten auf Partys ihrer Freunde mitgegangen und wenn sie dann da war, saß sie sowieso nur in der Ecke und hat darauf gewartet, dass alles vorbei war. Sie war ebenso erstaunt, dass sie eingewilligt hatte. Aber das war wohl so eine spontane Entscheidung. Tja, jetzt musste sie ja wohl mit.. "Und wohin willst du gehen?"

[überlegt / kennt Vegas noch nicht / hat nich so Lust/ denkt wieder nach / willigt ein/ wartet auf Zielort]
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Sa Sep 08, 2012 8:42 am

Jeanelle hatte die Arme verschränkt und sich an den Türrahmen gelehnt. Sie war um Flynn herumgegangen, während er seine Waffen gewählt hatte. Seine Auswahl war nicht schlecht – die perfekte Ergänzung zu denen, welche sie selbst gewählt hatte. Sie hatten nun Waffen, welche über die Distanz nützlich waren, so wie einige für den Nahkampf, wobei die beiden Vampire auch dafür trainiert wurden. Es würde nicht leicht sein, dieses Team außer Gefecht zu setzen.

„Eine gute Wahl“ lächelte sie wahrheitsgemäß mit einem letzten Blick auf Flynns Ausstattung und nickte ihm dann zu. „Lass‘ uns gehen“ stimmte sie ihm zu und lachte dann leise auf. „Nun ja, bei Denen kann man nie so genau wissen“ schmunzelte die Dunkelhaarige etwas abfällig und dachte an Darren und Lyriera. Sie empfand die Beiden als ein seltsames Paar, aber was scherte sie sich eigentlich darum? Sie hatte nichts mit den Vampiren zu tun und konnte sie getrost linksliegen lassen. Jean hatte ohnehin ein anderes Ziel vor Augen. Noch einmal griff sie nach dem Bogen, um dessen Sitz zu testen und befand ihn für passend.

„Würdest du vorgehen? Ich folge dir“ versicherte die junge Frau und blickte Flynn fragend an. Sie befand es für besser, wenn er den Weg finden würde – Jean selbst würde zu aggressiv werden und einige Unschuldige umbringen. Das wollte sie verhindern, solange sie noch bei klarem Verstand war und sich nicht von ihren Instinkten leiten ließ.

{ FLYNN | lässt ihn vorgehen }


Zuletzt von Jeanelle Blanchard am Di Sep 11, 2012 2:51 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Di Sep 11, 2012 2:36 am

I wanna stay up all night and jump around until we see the sun ...


Niall musste sich beherrschen, dass sein Mund nicht aufklappte, als Candace zugab, noch nie in Las Vegas gewesen zu sein. Kam sie denn nicht von hier? Und wie konnte sie! Sie waren doch jetzt schon ungefähr eine Woche hier. Und das Mädchen wollte ihm erzählen, dass sie nicht mal einen kleinen Blick nach draußen gewagt hatte? Sie war ja schon ein bisschen komisch, durfte er jetzt feststellen. Wie konnte man nicht total begeistert von der Aussicht sein, nach Las Vegas zu kommen? Immerhin war das nicht irgendeine Stadt. Es war die Stadt der Wüste, des roten Sandes, eine nicht schlafende Stadt der Spiele! Es war einfach nur Las Vegas!
Dann willigte Candace schließlich doch noch ein, mit ihm zu kommen. Niall nickte zufrieden - so gehörte sich das! Er verstand dieses Mädchen einfach nicht. Sie war so... so ... so ... so ein richtiges kleines Streberlein, genau wie sie es gesagt hatte. Aber das war keineswegs schlecht in Nialls Augen. Im Gegenteil, sie war eine Herausforderung. Er liebte Herausforderungen. er würde es schon irgendwie hinkriegen, ihr den Geschmack an einem wilden Leben, wie er es führte, zu geben. Jeder liebte Parties und Abenteuer, da war er sich sicher. Bei Manchen war es nur ein wenig versteckter.

Niall grinste sie an, überschwänglich, aber trotzdem ehrlich. Er freute sich unglaublich, endlich aus diesem fliegenden Metallkasten heraus zu kommen. "Fantastisch! Das wird ultrageil, versprochen. Und du wirst auch kein Klotz am Bein sein, da bin ich mir sicher! Aaaah, das wird lustig!" Er warf, einfach aus einer Art Reflex heraus, den Arm um ihre Schultern - sie war kaum kleiner als er, aber um einiges schmaler. Und so zog er sie mit sich.
"Also, wenn man nach Las Vegas geht, gibt es einen einzigen Ort, an dem man wirklich alles erlebt, das die Stadt ausmacht. Candie, wir machen The Strip unsicher!", sagte er, total begeistert von der Idee.
Und dann zog er sie mit sich, den Arm noch immer um ihre schmalen Schultern, hinaus auf den Gang. Er freute sich unglaublich. Niall war seit einigen Tagen nicht mehr rausgekommen. Lag vielleicht daran, dass Gary es ihm verboten hatte, weil er gleich in der ersten Nacht ein bisschen Ärger mit der örtlichen Polizei gekriegt hatte, um es mal milde auszudrücken. Aber jetzt war Gary nicht da, und er konnte tun und lassen, was er wollte. Und das Ganze nicht mal mehr allein, sondern mit Candace. Er nahm den Arm von ihren Schultern, als sicher war, dass sie ihm den Gang runterfolgte. Dann blickte er sie an.

"Gar nicht aufgeregt? Nicht ein bisschen?"

{ CANDACE | freut sich auf Las Vegas | zieht sie mit sich | auf den Gängen }
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Do Sep 13, 2012 6:49 am

Jeanelle schlug also wirklich vor, Killian allein zu lassen? Flynn hatte nicht wirklich ein gutes Gefühl dabei. Nicht nur, weil er damit seinen Gefährten ein wenig hinten an setzte, nein. Sondern auch, weil sie damit den Anweisungen, die sie nunmal bekommen hatten, nicht Folge leisten würden. Gut, vielleicht waren die Anweisungen "nur" von Indigo gekommen - aber sie hatte nunmal die Führung übernommen, und da würde er einen Teufel tun, dem nicht zu folgen.
Aber andererseits hatte sie recht - sie durften keine Zeit verlieren, genau das waren Indigos Worte gewesen. Sie mussten Gary schnell finden, also würden sie den Teufel tun, hier noch weiter auszuharren und auf die zu warten, die nicht in die Pötte kamen. Also nickte Flynn schließlich und schloss die Tür hinter ihnen. Jean fragte ihn, ob er die Führung übernehmen wollte. Wieder schoss ein Grinsen über seine Züge. Er nickte erneut.

"Klar, bin schon unterwegs. Aber lass mich eben ..."

Jetzt holte der Vampirkrieger sein Handy heraus. Er benutzte sein iphone eigentlich ziemlich selten - für Vampire war das einfach nur Technikspielzeug, das war ihm durchaus klar. Dennoch schätzte er auch die praktischen Seiten an dieser Erfindung, ja. Und weil jeder in der Gruppe der Visitors ein so ein Gerät hatte, war diese praktische Seite durchaus sehr gut ausgeprägt. Die langen, eleganten Finger glitten nur so über die Tasten, schneller, als das menschliche Auge es hätte wahrnehmen können, und schon war die SMS an seinen Killian verschickt:

From: Flynn
To: Lian
Text: sind schon auf dem weg ins abenteuer. beeil dich und beweg deinen geilen hintern hierher (; xx


Und nein, der Smiley, die Anspielung und die zwei Küsschen am Ende hätte Flynn nicht weglassen können. Flynn schickte die SMS ab, sperrte das Smartphone wieder und ließ es zurück in die Tasche seiner Jeans gleiten. Jetzt könnte er auch mit reinem Gewissen gehen. Immerhin würde Killian jetzt wissen, wo sie waren und er würde nicht auf sie warten, obwoh les überflüssig war oder etwas in der Art.
"So, auf auf! Ich würde sagen, wir durchsuchen den Stadtrand - ich meine gehört zu haben, dass Indigo und Moon sich auf den Weg ins Zentrum gemacht haben.", sagte er zu Jean, bevor er in der übernatürlichen Vampirgeschwindigkeit losrannte, aus dem Raumschiff hinaus und auf das leuchtende Lichtermeer der Großstadt zu. Diese Nacht war entscheidend, irgendwie konnte er das schon jetzt spüren. Es kribbelte ihm schon jetzt in den Fingern und im Nacken; es war eindeutig Zeit für einen hübschen Kampf.

{ mit JEAN an der Waffenkammer | geht los | schreibt LIAN eine SMS | verlässt das Raumschiff | ZUM STADTRAND }
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Jeanelle Blanchard
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Do Sep 13, 2012 8:25 am

Was auch immer Flynn vorhatte – Jean ließ ihn machen. Sie war ohnehin zu aufgeregt. Zu fixiert auf das, was kam. Mit einem kurzen Seitenblick auf Flynn er kannte sie, dass er rasch eine SMS tippte. Ein amüsiertes Lächeln kam über die Lippen der Dunkelhaarigen. Sie hielt nicht viel von dieser Technik. Für sie war es eher ein Spielzeug, das lediglich dazu diente, mit den anderen Visitors Kontakt aufzunehmen. Sie selbst hatte ihr Handy auch in der Tasche, nutzte es jedoch selten. Als Flynn fertig war, nickte sie ihm zu. Sie hatte ebenfalls vernommen, dass Indigo und Moon im Inneren der Stadt suchen wollten. Als der Vampir losrannte, beschleunigte auch sie ihre Schritte. Es tat so gut, zu laufen. Es fühlte sich nach Freiheit an. Sie rannte schneller, als sie es sollte. Doch ihre Beine trugen sie vorwärts und wollten mehr Strecke hinter sich bringen. Das Lichtermeer der Stadt kam Jeanelle immer näher. Sie wollte noch nicht anhalten. Wollte weiter. Weiter in Richtung Kampf. Ihr gesamter Körper schrie Beinahe nach Bewegung, Angriff, Verteidigung. Sie spürte den Wind in ihren Haaren; wie er an der Kriegerin zehrte. Doch Jeanelle hielt nicht an. Sie blieb immer auf gleicher Höhe mit Flynn, den sie aus dem Augenwinkel heraus im Blickfeld behielt.

Ihre Gedanken schwirrten zum einen um das, was ihr Körper forderte: Kampf; allerdings dachte sie auch an Gary. Sie wollte ihn finden. Wollte ihn sicher wissen. Sie wollte ihn bei sich haben. Es mochte egoistisch klingen, doch es war ihr egal. Sie würde jeden Befehl missachten, wenn er sich gegen die Rettung Garys wand. Sie würde jedes einzelne Wesen eigenhändig umbringen, welches es sich wagte, sich ihr in den Weg zu stellen. Sie hatte nicht umsonst so viele Waffen bei sich. Ihr Körper brannte nicht umsonst darauf, gebraucht zu werden. Allerdings drosselte die Dunkelhaarige gerade etwas ihr Tempo; sie hatten den Stadtrand beinahe erreicht und mussten nun besprechen, was als nächstes folgen würde. Für den Moment vertraute sie Flynn. Sie sah ihn als Partner für diese Nacht an. Wem sollte sie momentan auch sonst vertrauen? Wobei es ohnehin schon merkwürdig war, dass die temperamentvolle junge Frau überhaupt jemandem vertraute. Aber sie wusste, dass sie heute Nacht Hilfe brauchen würde. Sie könnte sich nicht allein durch diese Stadt schlagen. So blieb sie schließlich stehen und blickte Flynn fragend an. Er würde schon wissen, worauf sie hinaus wollte.


{ FLYNN | läuft | denkt nach | wartet }
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   So Sep 23, 2012 9:25 am

Man sah Niall schon ein wenig an, dass er etwas baff war. Seine Mimik war ziemlich leicht deutbar, was Verblüffung anging. Aber wer wäre nicht verblüfft gewesen. Candace kam ja nunmal aus dieser Gegend und da konnte man eigentlich erwarten, dass sie mit einigen Freunden mal einen Ausflug nach Las Vegas wagte, alt genug schien sie dafür ja wohl schon zu sein. Also würde jeder normale Jugendliche nicht anders reagieren als Niall, außer derjenige wäre so wie Candace, und solche gab es wohl eher selten, besonders in dieser Gegend. Und sie war wirklich nicht der Typ für Party, selbst wenn manche dachten, irgendwie steckt das tief in ihr drin. Ja, sie konnte tanzen. Und zwar mal richtig gut. Sie hatte einige Moves drauf, die sich andere erstmal 10x angucken mussten, damit sie erstmal die Schritte kapierten. Aber das hatte nichts damit zu tun, ob sie Party machen wollte oder nicht. Weswegen dachte sie da jetzt eigentlich auch drüber nach? Es war wohl ganz klar, dass sie, selbst wenn die beiden nach Vegas gingen, nur in der Ecke stehen und den anderen dabei zuschauen würde, was sie so machten. Selbst wenn sie auch da nicht sonderlich scharf drauf war.
Niall schien sich wohl sehr zu freuen, dass Candace sich doch noch umentschieden hatte und mitgehen wollte. Na gut, richtig wollen wollte sie ja nun auch nicht, weil das einfach nichts für sie war, aber ja, sie hatte sich wohl definitiv umentschieden.
Wie, sie würde kein Klotz am Bein sein? Na, wenn er sich da mal nicht täuschen konnte... Er würde seine Meinung wohl ganz schnell ändern, wenn die beiden Vampire erstmal unten waren. Und lustig würde es auch nicht werden, Candace war sich da sowas von hundertpro sicher! Und von ihren ganzen Überlegungen war sie selbst ein wenig sprachlos.
Genauso, als Niall einen Arm um ihre zerlichen Schultern legte, da war sie ebenso sprachlos und lief auch sofort rot an, weil sie das einfach nicht gewohnt war, aber dank ihren dunklen, südländischen Teints sah man das nicht so sehr. Und dann zog er sie auch schon mit, damit die beiden (endlich) rausgehen konnten, ganz nach dem Wunsch des Iren.

Von "The Strip" hatte sie gehört, klar, diesen Ort musste man kennen, egal ob man aus der Gegend kam oder als Tourist anreiste. Eigentlich hätte es sich Candace ja auch denken können, wo sonst gab es so viele Clubs, Casinos und alles weitere, was zum 'wilden Partyleben' dazugehörte. Sie hätte sich schon früher denken können, wenn nach Las Vegas - dann definitiv dorthin. Das war wohl ganz genau Nialls Stil, fand die Brünette. Aber sie sagte kein Wort, blieb kommentarlos. Was sollte sie denn auch schon groß sagen? Sich freuen ganz bestimmt nicht. Rummotzen... Ja, das war schon eher ihre Art, aber auch das schien wohl ziemlich unüberlegt und doch kindisch, was das Mädchen ja mal wieder gar nicht war. Nein, für ihr Alter war sie sogar relativ erwachsen, musste man zugeben.

Als sich die Jugendlichen auf dem Gang befanden, nahm er seinen Arm wieder von ihren Schultern und Candace beruhigte sich auch wieder ein wenig. Der Gang war leer. Generell, wieso waren sie eigentlich nicht anderen begegnet? Waren die etwa auch schon alle unten? Denn manchmal, wenn Candace so alleine in den Gängen herumtrabte, begente sie manchmal anderen von diesen Monstern, welche auf dem Raumschiff lebten. Aber jetzt war hier keine Menschensseele. Witzig, MENSCHENSseele...
Oh doch, und wie aufgeregt sie war. Wegen vorhin und auch, dass sie jetzt wirklich mal wieder rauskam - aber zeigen wollte sie das nicht, also sagte sie nur: "Hm, naja" Er sollte sie für einen Langweiler halten, war ihr recht. "Dauert es lange, bis wir unten sind?", fragte sie dann, damit sie doch eins zwei Wörter sagte, so wenig, wie sie schon redete...

[still | hört NIALL zu | denkt | läuft mit | fragt -> auf Gängen]
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BeitragThema: Re: Das Raumschiff   Fr Sep 28, 2012 9:57 pm

Was tat er hier? Was zum Teufel tat er hier?! Das war doch alles hoffentlich nur ein böser Traum aus dem er bald erwachen würde. Und was wenn nicht? Wenn er nun wirklich mit Lyrie zusammen war und das kein Traum war? Er konnte das nicht. Er würde das niemals können. Wie auch? Für sowas war sein gesamter Charakter nicht gemacht. Für sowas war er einfach nicht gemacht.
Es war als hätte man ihm ins Gesicht geschlagen. Darren starrte einfach vor sich hin auf die Wand ihm gegenüber und hörte gar nicht, was Lyrie sagte. Der Dunkelhaarige hatte gerade einen Entschluss gefasst, der aller Leben und den gesamten Ablauf des Lebens auf diesem Raumschiff ändern würde – er würde gehen. Ob nun für immer oder nicht, war ihm nicht klar, doch nichts hielt ihn mehr hier. Er brauchte eine Auszeit von diesem ganzen Mist hier. Von den ganzen nervenden Vampiren, Lyriera und auch Gary, der momentan ja aber verschwunden war. Es gab irgendwo bestimmt einen Ort, der momentan einfach besser zu ihm passen würde, als Las Vegas und dieses Raumschiff.

„Es tut mir Leid.“, war alles was er sagte, als er sich erhob und aus dem Zimmer ging. Alles scheuchte ihn fort und alles rief ihm zu, er solle hier verschwinden. Vor ihm lag nur noch der Weg nach draußen, in die Freiheit. Keine Verpflichtungen, nur noch ein Leben, das er selbst bestimmen würde. Niemand würde sich ihm in den Weg stellen können.
Der Himmel draußen war von dichten Wolken bedeckt, der Donner grollte ihm seine Abschiedsworte zu und die Blitze, die ihm vorangingen, schickten ihn fort in ein neues Leben. Ohne zu wissen wohin ging er einfach immer weiter und verschwand aus dem Blickfeld aller, die ihn kannten. Er würde nicht mehr zurücksehen. Er schritt einfach weiter voran und ließ sich von seinen Instinkten fort führen.

{rausgeplayt}
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Das Raumschiff

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