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 Der Beginn der Invasion

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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   So Apr 08, 2012 1:08 am

Innerlich völlig angespannt wartete Killian die Antwort des Freundes ab. Tausend Dinge gingen ihm währendessen durch den Kopf: Wie gut Flynn aussah; die Art, wie sich seine Lippen bewegten, wenn er sprach; das Funkeln der zedernholzfarbenen Augen, wenn er lächelte. Wie es wohl wäre, wenn er ihm seine Gefühle offenbaren könnte? Ob er sie erwidern würde? Was würde er tun, sollte Flynn ihn abweisen?
All diese Gedanken gingen ihm innerhalb von Sekunden durch den Kopf, doch nichts, keinerlei Regung zeigte seine innere Aufruhr. Äußerlich war er ganz der Krieger, den die Kriegerschule geformt hatte. Ernst schauten die braun-grünen Augen auf den Jüngeren hinab, seine Schultern waren gerade, seine ganze Ausstrahlung war die eines selbstbewussten Mannes.

Und dann sprach Flynn endlich. Seine Antwort kam stockend, fast zögerlich, doch Killian reichte es, dass der Jüngere seine Frage mit einem "Ja" beantwortet hatte. Ein Lächeln, welches auch seine braun-grünen Augen erreichte und sie kurz aufleuchten ließ, breitete sich auf seinen Zügen auf. Vor Freude würde er den Jüngeren am liebsten in die Arme schließen, doch er hielt sich zurück und beließ es bei einem vergnügten Augenzwinkern.
Dann wandte er den Blick von Flynn ab und ließ ihn über die Menschenmenge in ihrer Nähe schweifen. Sorgsam sah er sich jeden Mensch an, suchte die Frauen und Männer nach den für ihn wichtigen Kriterien aus. Er bevorzugte meist männliche Beute, Männer in seinem Alter, mit Vorliebe solche Art von Männern, die auf Streit auswaren und dazu jede noch so kleine Gelegenheit nutzten.
Killian musste nicht lange suchen. Schnell hatte er einen großen, schwarzhaarigen Typen ausgemacht, der sich in der Nähe an einem der Schießstände herumtrieb und die sich dort amüsierenden Paärchen anpöbelte. Ein fieses, hungriges Lächeln trat nun auf sein Gesicht und mit rot aufleuchtenden Augen wandte er sich wieder Flynn zu.

"Also, ich habe meine Beute gefunden. Siehst du den Typen mit den langen schwarzen Haaren? Da neben dem Schießstand. Den werde ich mir vornehmen. Denn wenn ich eines hasse, ist es, dass einige Leute einfach nicht wissen, wie sie sich zu benehmen haben."

Schnell fuhr seine Zunge über die Unterlippe. Schon jetzt schmeckte er das Blut des schwarzhaarigen auf seinen Lippen. Dann grinste er und zwinkerte Flynn erneut zu.

"Sieh zu und lerne."

Und mit diesen Satz war er auch schon verschwunden. Wie stets bei der Jagd nutze er seine ungeheure Schnelligkeit, war binnen weniger Augenblicke an dem Schießstand und hinter dem Schwarzhaarigen. Lautlos trat er bis auf wenige Zentimeter an den Mann heran, sodass er den Geruch seines Blutes wahrnehmen konnte. Erneut leuchteten seine Augen rot auf und bevor er zur Tat schritt, suchten sie noch einmal den Freund. Killian wollte sicher sein, dass Flynn sah, wie er den Mann tötete. Selten hatte er ihm diesen Einblick gewährt und irgendwie wollte etwas in ihm, dass der Jüngere sah, zu was er fähig war. Dann entdeckte er ihn, er stand nicht unweit von ihnen weg im Schatten der benachbarten Jahrmarktsbude. Killian lächelte. Schön, Flynn schaute zu. Und dann geschah alles sehr schnell. Ebenso schnell und lautlos, wie er hinter seiner Beute aufgetaucht war, hatte er diese nun fest im Griff und zerrte sie in eine dunkle, vom Getümmelt weit entfernte Ecke und drückte sie gegen die Wand.

"Wehr dich nicht, mein Hübscher.", zischte Killian dem Schwarzhaarigen zu, der vor Erstaunen und Schreck völlig erstarrt war. "Es würde dir sowieso nicht helfen."
Ein Knurren entrang sich seiner Kehle. Der Ansgtgeruch des Menschen vermischte sich mit dem seines Blutes und in Killians Magengegend begann es zu rumoren. Genug Zeit verschwendet, er hielt sich sowieso nie lange mit seiner Mahlzeit auf. Also drückte er den Kopf des Schwarzhaarigen wortlos zur Seite, leckte sich nocheinmal über die Lippen, sodass diesmal seine spitzen Eckzähne hervorblitzten, die jedoch wieder verschwanden, als sie sich eine Sekunde später in die Hauptschlagader des Schwarzhaarigen gruben. Sofort breitete sich der Geschmack nach Kupfer auf seiner Zunge aus und gierig begann er zu trinken. Kein Tropfen ging daneben und nicht ein Flecken Blut besudelte das weiße Hemd, als er sich satt getrunken hatte und den Schwarzhaarigen bewusstlos und dem Tode nahe zu Boden sinken ließ. Mit einem erbarmungslosen Lächen ging Killian vor dem Mann in die Hocke.

"Tut mir leid für dich, aber du warst zur falschen Zeit am falschen Ort."

Mit diesen Worten beugte er sich vor und brach dem Schwarzhaarigen das Genick. Dann erhob er sich, wandte sich ab und ging zurück zu Flynn. Bei ihm angekommen stellte er sich dicht neben ihn und flüsterte ihm, die Stimme noch rau vor Durst und Begehren, ins Ohr:

"Ich hoffe, dir hat gefallen, was du gesehen hast. Nun bist du dran."
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   So Apr 08, 2012 3:00 am

Indigo hätte beinahe leise aufgeknurrt, als Gary sich von ihr gelöst hatte. Aber zum Glück nur fast. So weit hatte sie sich noch unter Kontrolle, obwohl ihr Puls beschleunigt war, ihr Atem stoßweise ging und sie eindeutig mehr wollte als nur diese kleine Knutscherei hinter einer Bude. Sie erzitterte leicht, als würde jemand sie beobachten, als sie sich jedoch umsah, war da nichts und niemand. Seltsam. Wobei - war das nicht Moons Rücken, der da in der Menge verschwand? Sie blinzelte einmal, zweimal, doch die blonde Gestalt war verschwunden. Und andererseits - was interessierte sie dieser komische Kerl, den sie gestern geküsst hatte? Sie küsste, wen sie wollte. Tatsache - ja, sie wollte Moon. Immer noch. Aber das hieß nicht, dass sie ... "Scheiße." Plötzlich wurde ihr klar, was sie da gerade gemacht hatte, und ihr Gesicht wurde blass. Sie hatte mit Gary, mit ihrem engsten Freund ... das war nicht gut. Gar nicht gut. Sie bekam ein kleines bisschen Panik und war auf einmal ganz erleichtert darüber, dass der Kuss ein Ende gefunden hatte. Nach mehreren Minuten.
Gary sagte etwas, doch die Bedeutung drang nur wie durch Watte zu dem Gehirn der schwarzhaarigen Kriegerin. Warum war sie so schwach und so bescheuert gewesen? Es war verboten, etwas mit dem General anzufangen. Vor allem für sie. Und trotzdem war da das Verlangen in seiner Stimme und das in ihr drin. Sie würden miteinander schlafen, wenn sie sagte, dass sie ganz dringend noch was besprechen müssten. Wollte sie das riskieren? Nein, auf gar keinen Fall. Sie atmete tief durch und richtete ihre Klamotten. Sie musste erst einmal etwas klar im Kopf werden. "Ja, gehen wir zurück. Ich glaube, es gibt da jemanden, dem ich was erklären muss. Und das hier - das wird nie wieder vorkommen.", erklärte Indigo mit überraschend klarer Stimme. Dann stürtzte sie weg von dem Vampir, weg von ihrem Verlangen, von dem quasi nichts mehr übrig war. Doch, da war noch was. Aber es bezog sich auf einen anderen. Auf einen dünneren, größeren Mann, der zudem jünger und blonder war.
Und diesem stürtzte Indigo hinterher. Sie musste ihn finden, bevor es zu spät war. Sie wusste es, ohne dass sie vorher geglaubt hatte, ihn jemals verstehen zu können. Sie wusste es einfach tief in sich, dass sie schnell machen musste, um ihn zu retten. Deswegen drängelte sie sich durch die Menge, versuchte seine Spur aufzunehmen. Fand sie. War nur noch ein Schatten in dem Halbdunkel, ein Windhauch am Abend, um ihn einzuholen. Schließlich erreichte sie Moon, packte ihn an der Schulter. "Warte. Jetzt bleib stehen, verdammt.", rief sie und riss ihn kurzentschlossen hin einen dunklen Hauseingang. "Ich muss mit dir reden. Dir das alles erklären."

{ Gary | Ende des Kusses xxx Realität holt sie ein xxx Antwort xxx Moon hinterher xxx zerrt ihn in Hauseingang | Moon }
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Mo Apr 09, 2012 3:11 am

"I got nothing left
Just an empty, dark heart"

Der Waldrand kam in Sicht. Es war ihm nur Recht. Er würde da sein, wenn es zum Kampf kam. Ja, er würde sich in den Kampf stürzen, wenn es soweit war. Und vielleicht, ganz vielleicht würde ihn eine dieser Kugeln treffen, die Vampire tötete. Vielleicht wurde er dann endlich von diesem Dasein erlöst. Er hielt es langsam nicht mehr aus. Garys Sucht nach - ja wonach eigentlich? Nach Indigo? Sex? Willenloser Zuneigung? Blut? Eine Raffgier wohnte in dem Dunkelblonden, die er scheinbar selbst nicht kontrollieren konnte. Moon war es zweifelhaft, wie man sich so wneige selbst beherrschen konnte. Gary wollte doch nur den starken Anführer raushängen lassen. Und er wollte ihn vernichten. Aber das wusste Moon schon länger. Und jetzt kam es ihm eigentlich auch ganz recht.

Der Geruch der menschlichen Körperwärme verblasste allmählich. Doch sein Durst blieb. Es dürstete ihn. Nach Blut. Egal ob Mensch oder Paranormaler. Seine Hände ballten sich in seinen Hosentaschen zu Fäusten. Bald würde ihn auch die Musik des iPods nicht mehr von seinem abtrünnigen Hunger abhalten können. Es war ihm nicht minde rdannach irgendetwas zu zerstören. So wie sie ihn immer zerstörten, sobald er etwas fand, wofür er sich annähernd begeistern konnte.
Warum wirbelten seine Gedanken imme rnoch um Indigo? Warum hinterfragten sie dauernd ihr Verhalten? Verächtlich schnaubte Moon. Vermutlich hatten er und die Kriegerin sich nichts mehr zu sagen. Das am gestrigen Abend, war etwas Einmaliges gewesen udn sollte es wohl auch bleiben.

Zu spät hörte er die Schritte, die über den harten Boden hallten, weil sie sich keien Mühe gab, sich ihm leise zu nähern. Auch seine Reaktion, die normalerweise extrem schnell war, kam zu spät. Sie hatte ihn bereits in einen Hauseingang gezogen. Dieser war nicht allzubreit, weshalb sie sich näher waren, als ihm lieb war. Ein erbostes Fauchen entfuhr ihm und für einen kurzen Moment blitzten die rasiermesserscharfen Zähne zwischen seinen Fängen auf, ehe er ihn wieder schloss und Indigo abtrünnig anstarrte. Moon bleckte selten die Zähne, um genau zu sein, hatte er es bis jetzt wohl noch nie in Indigos Gegenwart getan, so wusste er nicht, ob sie es abhalten würde ihn anzulügen, oder zu berühren.
Sie musste es ihm erklären? Ehrlich? Nun, jetzt war er aber gespannt. Die Muskeln des Blonden spannten sich unwillkürlich an. Sonst sah man dies kaum, aber heute, wo sein Oberteil keien Ärmel hatte, traten die eisernen Wölbungen hervor.

"Worüber reden? Was erklären? Dass es dir egal ist, wenn dein Mund streift, solange er einer von uns ist und was in der Hose hat? Oder hat er dich dazu angestachelt mir nahezukommen, um mich dann mit meinen eigenen Waffen schlagen zu können? Und ich war so dumm und hatte gedacht ich könne dir vertrauen, Indigo! Wie konnte ich nur so blind sein?"

Seien Stimme war nur ein dunkles Grollen, doch mit den Sätzen verloren seine Worte an Härte, sodass er auf die letzte Frage vermutlich gar keien Antwort wollte. Zumindest nicht von ihr. Die blutroten Augen brannten sich in ihre, und jetzt lag darin das tiefe Verlangen. Aber nicht nach ihr. Sondern nach Blut. Nach ihrem Blut.
Moons Nasenflügel bebten. Die Zeit würde zeigen, wie lange er seinen Durst noch zügeln konnte, oder wollte, doch der Geruch Indigos süßlichen Blutes war betörend für ihn.

{allein | denkt nach | Durst | Indigo | sauer | Durst}
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Mo Apr 09, 2012 6:46 am

Ein Schlag in den Magen von ihm hätte weniger weh getan als diese Worte. Indigo fühlte sich geschunden und gedemütigt, und das nur, weil sie mal nicht nachgedacht hatte. Joel, ihr Mentor, hatte von Anfang an recht gehabt. 'Erst denken, dann handeln. Wird dich noch mal den Arsch retten, Kleines.', hatte er immer gesagt. Warum hatte sie nicht auf ihn gehört, auf diesen klugen Vampir, der ihr mehr Vater gewesen war als irgendeiner sonst? Weil sie töricht gewesen war, verletzt, verwirrt. Weil sie ihn gebraucht ahtte und er aber nicht mehr da war. Er war gestorben. Umgebracht worden von der Gilde. Sie wollte wegsehen, wollte weggehen, aber die Suppe hatte sie sich eingebrockt, dann würde sie sie auch auslöffeln.
Sie bewegte sich nicht einen Zentimeter. Ihr Rücken berührte die Wand und ihre und Moons Brust trennte dennoch nur etwa dreißig Zentimeter Luft. Diese schien zu prickeln und zu vibrieren, von all der Energie zwischen ihnen. Indigos Seelenspiegel brannten sich in die von Moon und sie spürte seinen flachen Atem auf ihrem Gesicht. Sie konnte seinen Hunger fast mit Händen greifen, ebenso seine Wut auf sie. Aber sie würde keine Angst haben. Nicht jetzt und auch sonst nicht. Sie würde jetzt einfach Klartext reden, ihm sagen, was sie fühlte. So schwer es ihr auch fallen möge.

"Moon ...", Indigo atmete tief ein, ließ die Luft langsam entweichen. Dann begann sie. "Was du sagst, mag begründet sein, aber es ist nicht wahr. Es ist nicht so, dass ich mich wahllos jedem an den Hals werfe. Ich habe einfach nur einen Fehler gemacht. Um das zu verstehen, müsste ich dir mein ganzes Leben erklären. Ich bin verwirrt, weil ich zum ersten Mal seit Langem wieder etwas fühle. Verstehst du? Da ist was anderes als Durst, Wut und Hass in mir. Da ist - Verlangen. Und Interesse. Scheiße noch mal, Moon, das ist alles wegen dir. Das macht mir Angst. Und genau deswegen mache ich Fehler. Denn das mit Gary, das war ein Fehler."

Ihre Stimme war ruhig, zum ersten Mal ohne schneidende Kälte, ohne provokative Herausforderung. Sie war einfach ehrlich. Erschrocken darüber, erschrocken über sich selbst fuhr sie sich über das Gesicht, schloss für eine Sekunde die Augen in dem Versuch, ihren rasenden Puls zu beruhigen. Strich ihr Haar zurück, das ihr in welligen lackschwarzen Strähnen ins Gesicht fiel, leicht glänzend vom fahlen Licht der Buden, das noch in diesen Hauseingang drang. Dann sah sie wieder in diese roten Augen, die voll waren mit Verlangen. Er war gestern schon durstig gewesen. Hatte er etwa nichts getrunken? Kaum, dass sie das gedacht hatte, war sie erschrocken über sich selbst. Schon wieder. Was war nur mit ihr los? Das war doch nicht alles nur deswegen, weil sie Moon in ihrem Bett haben wollte!

"Gib mir eine zweite Chance. Bitte." Die Worte kamen zögerlich, leise, schwer über ihre Lippen. Sie wollte es so sehr. Sie brauchte es so sehr. Sie wollte entweder alles oder nichts, wie immer. Sie wollte Moon ab jetzt ganz, sodass sie ihn für sich allein hatte, oder gar nicht, und dann würde sie wieder die gleiche Indigo werden, die sie eigentlich war. Kalt, gefühllos. Denn diese Indigo gab es derzeit nicht mehr wirklich. Klar, sie war irgendwo in ihr drin. Aber diese falsche, verstörte Kopie, die derzeit an der Oberfläche schwamm, ließ sie nicht ans Tageslicht. Sondern nur all das, was sie normalerweise immer verdrängte. Das machte sie wütend auf sich selbst, aber auch hilflos. Denn das Problem war, dass sie wusste, dass diese Indigo mehr sie selbst war als die, die alles von sich abschirmte.

{ Moon | Reue xxx Erklärung xxx Gedanken }
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Mo Apr 09, 2012 7:06 am

Flynn lehnte sich an die Wand der Bude, an der sie standen, und verschränkte die Arme vor der Brust. Beobachtete Killian. Seine Art zu töten, war ... faszinierend. Jeder andere Vampir hätte das Opfer auf den letzten Tropfen ausgesaugt, so wie er selbst auch, und dabei eine ziemliche Sauerei veranstaltet (was er lieber vermied). Aber Killian blieb sauber und tötete danach per Genickbruch. Während der Krieger trank, nahm sich Flynn Zeit, um ihn in Augenschein zu nehmen. Lange, sehnige Beine steckten in einfachen Jeans, schmale Hüften wurden zu breiten Schultern, ein schlanker, muskulöser Oberkörper steckte in einem glatten weißen Hemd, das die Bräune der Haut nur noch betonte. Er war ein absoluter Traumtyp, egal ob für eine Frau oder für Flynn. Allerdings waren wohl die Frauen die, die ihn letzten Endes bekommen würden.
Flynns Zunge fuhr leicht über einen seiner sich langsam ausfahrenden Eckzähne, und der leichte Schmerz beruhigte ihn etwas. Killian kam zurück zu ihm, ein leichtes Grinsen auf den Lippen. Und jeder Beruhigungsversuch der letzten Sekunden wurde einfach dadurch zunichte gemacht, dass Killian sich dicht neben Flynn stellte und ihm etwas ins Ohr flüsterte. Seine Nackenhaare stellten sich auf und irgendwas in seiner Magengegend kribbelte verdächtig, sodass er es eilig hatte, sich von der Bude abzustoßen und auf das Opfer, welches er sich ausgesucht hatte, zuzugehen. Killian würde es als Zeichen des Hungers werten, ganz sicher. Er konnte ja nicht sehen, wie eingefroren die kantigen Gesichtszüge des Dunkelhaarigen waren.

Er ging auf eine Frau in seinem Alter zu, die ihn schon die ganze Zeit beobachtet hatte - er war ja nicht doof oder sinnlos, nur weil er seinem alten Freund beim Trinken zugesehen hatte. Ein strahlendes, kokettes Lächeln breitete sich auf ihren leicht indianischen Zügen aus, während er auf sie zukam. Auch sein Gesicht wandelte sich jetzt, er lächelte ebenso zurück. Lediglich in seinen Augen lag etwas Lauerndes, was sie aber nicht zu bemerken schien. Ein kurzer Schlagabtausch von Flüstereien, und Flynn konnte die kleine Schönheit in den Schatten ziehen. Ganz in der Nähe lag das Opfer von Killian, während er die Hände der Frau über ihrem Kopf festhielt und den Kopf senkte. Sie dachte, er würde sie küssen, und zuerst tat er das auch, am Hals. Dann durchstießen seine Fänge ihre Haus und ihr warmer Lebenssaft strömte auf seine Zunge.
Eine Wohltat. Ein leises Stöhnen vibrierte in seiner Kehle, doch es würde niemand hören können. Die Frau war inzwischen besinnungslos, und wenn er sie laufen ließ, würde sie sich nicht daran erinnern außer an ein paar Küsse von ihm. Und dann würde sie sich etwas wacklig auf den Beinen fühlen, und sie würde denken, dass er sie einfach nur mal ordentlich durchgevögelt hatte. All diese Gedanken gingen ihm durch den Kopf, während er von ihr trank, genüsslich, und grade genug, dass sein Hunger gestillt war. Dann schloss er die Wunden, sodass nur ein leichter Schatten auf ihrer Haut zurückblieb, der genauso gut ein Knutschfleck sein könnte. Er löste sich von ihr und schickte sie aus der Gasse, bevor er zu Killian trat.

"Ich hoffe, dir hat gefallen, was du gesehen hast." Ein schiefes Grinsen legte sich auf Flynns Züge und in seinen dunklen Augen waren noch letzte rote Sprenkler, die nur langsam verblassten, weil er sich keine Mühe gab, sie zu verbergen. Er lehnte sich wieder an die Bude, ohne den Abstand, den sie zuletzt zu einander gehabt hatten, zu vergrößern. Jetzt fand er mehr Willenskraft, um sein Begehren Killian gegenüber niederzukämpfen. Trotzdem würde er das nicht ewig aushalten. Und dann? Was würde dann passieren? Er wollte lieber nicht darüber nachdenken. Denn es würde ihre Freundschaft zerstören, für immer. So viel stand jedenfalls fest.

{ Killian | beobachtet xxx trinkt xxx kehrt zurück }
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Di Apr 10, 2012 1:41 am

"Suchst du mich, dann such ich dich
Ist die Versuchung groß genug?"

Eigentlich wäre es einfacher gewesen, sich loszueisen und wortlos davonzugehen. Ihre Antwort gar nicht erst abzuwarten, sondern einfach wieder seines Weges gehen. Alleine sein. Was hielt ihn davon ab?
Seine Beine fühlten sich an wie Steine, die ihn nur noch aufrecht hielten, aber jetzt keinen Zentimeter weit tragen konnten. Diese Gewissheit war irgendwie schon wieder erniedrigend und schürte seine Wut nur noch mehr. es passte ihm ganz und gar nicht, dass die Dunkelhaarige schon jetzt eine gewisse Kontrolle über ihn hatte. Er wusste ja nicht, dass es umgekehrt genauso war.
Moon starrte Indigo immer noch agressiv an. Es war eigentlich nicht zu übersehen, dass er dieses Gespräch nicht führen wollte. Zornig verkrampften sich seine Kiefer immer wieder, wenn er die Zähne aufeinanderbiss und ein feines Knirschen zu hören war. Indigo schien ebenso mit sich selbst zu ringen, sie waren sich eigentlich ähnlcher, als sie ahnten. Keiner von beiden wusste so recht mit dieser Situation und den wohl damit verbundenen Gefühlen umzugehen, und doch krazte keiner die Kurve, sondern wartete begierig auf die Reaktion des anderen.
Als die Kriegerin schließlich zu sprechen begann, weiteten sich Moons, zu Schlitzen verengten Augen, etwas. Vor Überraschung? Misstrauen? Vielleicht von allem ein bisschen. Jedenfalls hatte sie seine Aufmerksamkeit nun soweit erregt, dass er kein Knurren mehr von sich gab, keinen weiteren Laut vernehmen ließ, sondern sie einfach nur abwartend ansah, aber immer noch mit eienr gewissen Nervosität in den roten Seelenspiegeln.

Alles wegen ihm? Nachdenklich sah er in Indigos gleichnamige Augen. In ihr: Verlangen. Eigentlich hatte er so etwas in der Richtung ja geahnt, aber dass es so um sie bestellt war. Aber warum dann das mit Gary? Hatte sie kein Hirn in der Birne. Sie redete dauernd etwas von Fehler, natürlich jeder machte Fehler, Moon selbst war ja auch nicht fehlerlos und normalerweise erkannte er es schlichtweg mit einem Wimpernzucken an, wenn einer seiner Schüler oder Krieger einen Fehler machte, verbesserte, oder hielt gegebenenfalls eine Strafpredigt, die sich gewaschen hatte, aber wie sollte er bei Indigo da schon reagieren. Durchdringlich sah er sie an. Moon ließ sich Zeit mit seiner Antwort. Zeit, in der die angespannte Luft zwischen ihnen fast zu knistern begann, so laut, dass man es hören konnte. Die Anspannung war kaum zu übersehen.

"Dann erklär mir dein Leben, Indigo. Erklärs mir. Ich verstehs sonst nicht. Und ich kanns auch nicht. Nicht so."


Ungewöhnlich ruhig war seine Stimme. Ruhig und kontrolliert. War der komplette Hass wiklich schon so schnell abgeglommen? Er wandte seine Augen nicht einmal von der Kriegerin ab, die sich die schwarzen Haare aus dem Gesicht strich. Kurz wanderte sein Blick von ihren Augen, auf die feinen Hände, die doch soviel gewalt vollbringen und ebenso zart sein konnten. Ein Funken Bedauern mischte sich in seine Magengegend, ehe er sie wieder ansah. Jedoch mit wneiger Feindlichtkeit, als zuvor.

"Ich mache dir also Angst? Angst ist nicht zwingend ein Zeichen von Schwäche, Indigo, es kann genausogut überlebenswichtig sein. Es ist ein Instinkt, den dir die Natur mitgegeben hat, nicht damit er dich niedermacht, oder du dich dadurch niedermachst. Aber was erzähle ich dir das? Du würdest diesen Teil meienr Worte wohl sowieso nur Verdrängen, ist es nicht so?"

Es war keine Frage, auf die er eine Antwort erwartete.
Spiegelte sich da in seinen Augen soetwas wie Amüsanz wieder? Ein kleiner Teil des Schalks, der imme rin seinen blutroten Augen gelgen hatte, war wieder da. Ganz vorsichtig schien er sich seinen Platz wieder zurückzuerobern. Jedoch noch gebrechlich, sodass er jeden Augenblick wieder untergehen konnte.

"Immerhin erkennst du deine Fehler noch, bevor sie dir dein Leben komplett zerstören.
Du sagtest Verlangen? Inwiefern darf ich das Verstehen. Ist es nur die Tatsache, dass mein durchaus genialer, graziser Körperbau dich schwach werden lässt, - und damit wären wir wieder bei Schwäche und Angst - oder ist da noch etwas anderes? In gewisser Weise mehr."


Regungslos wie er verharrt hatte, machte er jetzt einen kaum merklichen Schritt auf Indigo zu. Die anfänglichen knappen 30 Zentimeter, die sie getrennt hatten, verringerten sich auf höchstens 7 Zentimeter. Moons Kopf war jetzt noch mehr geneigt, denn er war noch immer fast einen Kopf größer als die ältere Kriegerin.
Seine Züge spitzten sich zu einem beinahe herausfordernden Lächeln zu. Gestern hatte er sie in die Scheiße geritten. Heute würde er es ihr überlassen. Wobei sie damit ja eigentlich schon längst angefangen hatte.

{Indigo | sauer | spricht | wird ruhiger | spricht wieder | schwache belustigung}
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Di Apr 10, 2012 7:17 am

Indigos Härchen auf den Armen stellten sich auf und ihr Herzschlag wollte sich noch immer nicht beruhigen. Die Stille zwischen ihnen wollte sie erdrücken, so schien es der Kriegerin zumindest. Dennoch ging sie nicht, obwohl das jetzt so einfach gewesen wäre. Sie blieb stehen, gefesselt von seinem Blick, der so viel mehr aussagte als sonst. Viel mehr als die bloße Kälte stand in ihnen, viel, viel, viel mehr. Und das war das, was Indigo auch wieder ein wenig Angst machte. Noch nie hatte sie Moon so gesehen. Sogar nach ihrem Kuss waren seine Augen noch ruhig gewesen, eindeutig nicht zu lesen. Doch hier, in diesem fahl beleuchteten Hauseingang, wechselten die Ausdrücke seiner roten Seelenspiegel so schnell, dass sie die Gefühle nicht mehr genau benennen konnte, auch wenn sie wollte.
Dann begann der große blonde Krieger zu sprechen. Er sprach zuerst über ihre Vergangenheit. Dass sie sie erzählen sollte. Schon schüttelte sie ihren Kopf, ein Reflex, der inzwischen schon so natürlich war wie Atmen, wenn es um dieses Thema ging. Sie würde es ihm nicht erzählen, niemals. Noch nicht mal Joel hatte etwas darüber gewusst, geschweigedenn von Gary, der so eine Art gleich schlechte Hälfte von ihr war. Niemand würde davon erfahren, was früher abgelaufen war bei ihr daheim. Oder in der Zeit der Kriegerschule. Niemand würde jemals von ihm erfahren ...
Aber Moon redete weiter, unbeirrt, redete von Angst. Ein humorloses Auflachen verließ ihre Kehle. Als ob sie das alles nicht schon wüsste! Aber trotzdem hasste sie das Gefühl. Sie hasste es, Angst zu haben, so sehr. Angst zeigte, dass sie bereit war, aufzugeben. Und Aufgeben war ein Zeichen von Schwäche. Also war Angst auch eines, wenn auch indirekter. Indigo versuchte gar nicht erst, Moon zu antworten, ließ ihn reden. Vor allem, weil sie wusste, dass er von ihr zumindest jetzt noch keine Antwort verlangte.
Zuletzt redete er von dem Thema, das sie selbst bis vor Minuten als Tabu abgeschrieben hatte. Verlangen. Er wollte wissen, was sie damit meinte. Aber wusste sie selbst das? Sie wusste, dass sie seinen Körper wollte, den er so unglaublich unpassend als genial und grazil beschrieb. Aber wollte sie wirklich noch mehr von ihm? Konnte es sein, dass ihr Herz, ihr einsames hartes Herz, nach einem anderen einsamen harten Herzen verlangte? Nein. Sicher nicht. Oder? Sie befeuchtete ihre trockenen Lippen, legte sich ihre Antworten zurecht. Atmete tief durch. Und begann, ihm die Antworten zu geben, die er verlangte, ohne die zu geben, die er hören wollte.

"Ich werde dir niemals meine Vergangenheit erzählen. Nicht heute, nicht morgen, egal was geschieht, niemals. Und was ich mit Verlangen meine? Zugegeben, ich will deinen Körper. Zugegeben, der Geruch deines Blutes wirkt ziemlich berauschend auf mich. Ob ich mehr will? Keine Ahnung. Ich weiß nicht so ganz, was ich will, muss ich -" Ihre Worte blieben ihr im Hals stecken, als er auf sie zutrat. Ihr Herz ging noch schneller. Sie spürte seinen kühlen Atem auf ihrem Gesicht, unfähig, den Kopf zu senken, ihn zurückzustoßen. Sein Geschmack kehrte auf ihre Lippen zurück, der Kuss mit Gary war vergessen. Ein zitternder Atemstoß verließ ihre Lippen, als sie merkte, dass sie die Luft anhielt.
Was sollte sie tun? Bilder flossen durch Indigos Kopf, schnell und doch rasiermesserscharf. Sie und Moon, gestern Abend in der Disko, wie sie sich küsste. Dann das Bild, dass sie seitdem ständig mit sich herumtrug - sie und Moon, an verschiedenen undefinierbaren Orten, wie sie sich liebten, wieder und wieder. Sollte sie es riskieren? Sollte sie das tun, was ihr Herz ihr sagte? Oder sollte sie ihrem Kopf glauben, wo der letzte Rest normal funktionierenden Verstandes sie anschrie, dass sie ihn wegschubsen sollte? Am Besten, sie hörte auf ihren Körper, der ließ sich nämlich weder von Kopf noch von Herz beeinflussen.

Und genau deswegen küsste Indigo Moon ein zweites Mal. Nicht, weil ihr Herz es wollte. Nicht, weil ihr Kopf es ihr sagte. Sondern einfach, weil ihre Hände und ihre Lippen zu schnell reagierten, als dass sie es hätte verhindern können. Ihre Finger schlangen sich um seinen Nacken und in sein Haar, zogen sein Gesicht zu ihrem hinab. Sie hatte die Augen geöffnet, bis zu dem Moment, wo sich ihre Lippen berührten. Es war kein sanftes Streifen der Lippen, sondern ein festes Aufeinanderpressen. Sie spürte seinen Herzschlag an ihrem, als sie gegen ihn sank, willenlos, aber voller Gedanken. Das hier war anders. Das hier, das war perfekt. Perfektion in ihrer grausamsten Art.

{ Moon | Gedanken xxx Reaktionen xxx Antwort xxx Gedanken xxx Kuss }
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Do Apr 12, 2012 6:41 am

"The ice inside my soul"

Unergründlich wirkte der Blick, der auf Indigo lastete. Und doch stand gleichzeitig so viel darin. Es wäre so einfach gewesen jetzt wegzugehen. Sie hier stehen zu lassen. Er würde in der Nähe sein, wenn Gary angriff und die Pflicht rief. Er würde ihr nachkommen und hätte dennoch die Chance das zu bekommen, was er wollte. Der Tod schien ihm langsam der einzige Ausweg aus allem, wa sin letzter Zeit geschah. Er wusste nicht, wie lange er dem noch standhalten würde. Nicht sein Körper, der war in Topform und würde alles weitere vorerst unbeschadet überstehen, aber was war mit seienr Seele? Sie war keineswegs rein oder unversehrt, nein. In den letzten Tagen hatte sich ihr Zustand zunehmends verschlechtert und e rkonnte nicht leugnen, dass auch sie nach diesen kurzen jahren dannach schrie, endlich Ruhe zu finden. Ruhe für sich selbst, um sich wieder zu regenerieren und Ruhe um endlich Frieden haben zu können. Vielleicht den ewigen Frieden. Aber Moon bezweifelte, dass dieser ihm vergönnt war.
Trotzdem wollte er nichts mehr, als dass sich endlich eine dieser, unter Vampiren verabscheuten Kugeln, sich durch seine Brust bohrte, dort wo man sein herz vermutete, an das er selbst weder glaubte, noch es für möglich hielt, es jemals auch nur annährungsweise korrekt funktionieren zu sehen. Es wurde Zeit zu gehen. Das war es schon längst. Viel zu lange.

Nur die Stimme der Dunkelhaarigen holten ihn wieder aus seinen Gedanken ins Jenseits zurück. Vermutlich hatte der blonde Krieger selbst keien Ahnung, wieviel durch seine roten Augen gerade gespuckt war. All die Pein, der Schmerz und auch die Wut. Die Trauer, ebenso wie der abgrundtiefe Hass. All die Gefühle, die seit jeher sein Leben bestimmten und dirigierten, als hätten sie die endgültige Macht darüber. Und gewissermaßen war es ja auch so. Er selbst hatte davon nichts mitbekommen, hatte Indigo es?
Im wahrsten Sinne des Wortes waren ihm ihre Antworten nicht genug. Gut, dann ließen sie eben das Kapitel Vergangenheit aus, war vermutlich auch besser, sonst kam sie noch auf die Idee ihn nach seiner zu fragen, und das war ja ebenfalls kein sehr rosiges Kapitel. Allerdings waren Indigos Worte für Moon nur sinnloeses Dahingebrabbel. Kein eindeutiges Ja oder Nein und er mochte undeutliche Aussagen nicht sonderlich. Die Krieger, die so lange unter seienr Macht gestanden hatten wussten dies nur zu gut.
Indigo schien die plötzliche Nähe zu ihm etwas zuzusetzen, dies kommentierte Moon nur mit einem zufriedenen Grinsen. Es war wohl offensichtlich, dass er gerne der Spielmacher war. Als die Kriegerin mit den lilafarbenen Augen dann jedoch blitzschnell ihre Hände um seinen Nacken legte, ihn küsste und an ihn sank, war er kurz davor ihr auf die Lippen zu beißen. Er sah, wie sie die Augen schloss, alles in ihm schrie dannach sie fortzustoßen. Er wollte sie nicht auf seienr Haut, weil sie nur seinen Körper wollte und das hatte er zur Genüge satt. Aber als sie an ihn sank, beinahe wie ein haltsuchendes Neugeborenes, konnte er es nicht. Moons muskulöse Arme legten sich sanft um Indigos schlanke Gestalt und hielten sie sicher fest, während er ihren Kuss einfach gewären ließ.

Irgendwann dann gab er wohl seinen inneren Widerstand auf und erwiderte ihren Kuss. Wenn auch recht zögerlich und viel sanfter, als Indigos aufeinanderpressen der Lippen. Jedoch immer noch mit derselben Herausforderung wie am Abend zuvor. Als Moon sich schließlich von ihr löste blieben nur seine Hände an ihr liegen. Er spürte ihren Herzschlag. Das eisige Herz der unnahbaren Kriegerin und unwillkürlich musste er lächeln, diesmal ein ehrliches Lächeln. Irgendwie hatte er gespürt, dass in Indigo auch nur eine verletzliche Seele schlummerte, doch das Unbehagen in ihm blieb. Ihre Lippen hatten zuvor noch Garys gestriffen und bestärkten ihn eigentlich nur in seinem Vorwurf, sie werfe sich jedem an den Hals. Unübersehbar schluckte der Blonde ehe er sein Kinn auf ihren Kopf legte, nicht aber ohne sie vorher noch einmal auf die Stirn zu küssen. Eine Stelle an der Garys Gafer nicht vermutete.

"Bitte, sag mir die Wahrheit Indigo. Du willst nur das Äußere, ist es nicht so?"

Da lag so viel Bedauern in seiner Stimme und auch - Angst? Für nichts auf der Welt hätte er diesen Moment verstreichen lassen wollen. Am liebsten hätte er sie die ganze Zeit nur so im Arm halten wollen. Vielleicht auch woanders und auf andere Art udn Weise, aber mit der Gewissheit, dass es nichts Einnächtliches war. Vielleicht vielen ihm deswegen die Worte so schwer.

{ denkt an den Tod | Indigo | Kuss | abgewidert | hält sie fest | spricht | Bedauern}
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Do Apr 12, 2012 8:01 am

Indigos Gedanken ratterten durch ihren Kopf, während sie sich weigerte, den Kuss zu unterbrechen. Zuerst machte Moon gar nichts - wollte er sie etwa nicht? Hatte sie ihn zu sehr getroffen? Dann, endlich, legten sich zumindest seine Arme um sie. Normalerweise, wäre sie noch sie selbst gewesen, hätte sie das Gefühl, dass sie das gebraucht hatte, verabscheut, sich von ihm gelöst und ihn vermutlich noch verprügelt oder so. Jetzt aber war das für sie nur ein Grund mehr, sich an ihn zu lehnen, egal in welcher Hinsicht, und es zu genießen. Sanft fuhren ihre Finger durch sein blondes Haar, als er sie endlich zurückküsste. Dieser Kuss war perfekter als alles, was es bisher gegeben hatte. Sie passte sich seinem gemächlichen, sanften Tempo an, und stellte fest, dass es das war, was sie gewollt hatte. Aber war das wirklich alles, was sie von ihm wollte? Die Gedanken verschwammen in Indigos Kopf, während Moon sie noch immer fest hielt, noch fester jetzt sogar.
Und schließlich dachte sie einfach gar nichts mehr, fiel mit ihm gemeinsam, oder eher durch seine Berührungen, in die tröstende Leere, die sie erfüllte. Leere, die mit einem Mal von einer Gewissheit gefüllt wurde, die zugleich furchteinflößend und hoffnungsvoll war. "Ich verliebe mich in ihn." Vielleicht war es auch schon längst geschehen. Vielleicht war sie schon längst verliebt. Aber wäre das tatsächlich so schlimm, überlegte sie, als er sich schließlich von ihren Lippen löste, um sie zu umarmen.

Und dann hörte Indigo Moons Worte. Gerade noch hatte sie sich an ihn gekuschelt, das Gesicht in seiner Halsbeuge vergraben, um seinen Duft tief in ihre Lungen saugen zu können. Jetzt verpsannte sich langsam ihr ganzer Körper. Die angsteinflößende Seite der Gewissheit kam ans Tageslicht, während sie das Bedauern in seiner Stimme hörte. Ihr wurde es schwer ums Herz, am Liebsten hätte sie sich zusammengerollt und geweint wie ein kleines Baby. Und warum? Weil sie ihm niemals alles geben könnte. Sie konnte nicht mehr einfach so bedingungslos lieben, wie er es ihrer Meinung nach verdient hatte. Und das nur, weil derjenige, den sie geliebt hatte, ihr das genommen hatte, was ihr das Wichtigste gewesen war. Sie hatte ihm bedingungslos vertraut, und er hatte es ausgenutzt.
"Wieso zum Teufel glaube ich, dass Moon das nicht tun würde?!", fragte Indigo sich selbst überrascht. Sie löste sich gerade weit genug von dem Krieger, um ihm in die roten Augen sehen zu können. Sie öffnete die Lippen und wollte ihm alles sagen, doch unverrichteter Dinge schloss sie sie wieder. Senkte den Blick, schüttelte leicht den Kopf. "Ich will mehr, Moon, so viel mehr. Aber ich kann dir nicht geben, was du verdient hast." Sie fuhr sich mit der Hand über das Gesicht, und Tränen standen in ihren Augen, zum ersten Mal seit langer, langer Zeit. Noch hielten sie sich zurück, doch wie lange, war ungewiss. "Ich will es versuchen, ich will es dir erklären. Hör bloß gut zu, ich werde es höchstwahrscheinlich nie wieder mit auch nur einem Wort erwähnen."

Indigo lehnte ihre Stirn an seine, als würde sie den Halt brauchen, das Wissen, dass er da war. Und es war auch so. Sie brauchte einfach jemanden, der sie hielt, wenn sie das Gefühl bekam, verrückt zu sein. "Ich ... meine Mutter starb schon früh, meinen Vater kannte ich nie. Alles, was ich hatte, war mein Bruder. Wir waren wie ein Herz und eine Seele, nur ist das noch nicht stark genug ausgedrückt. Wir hatten halt nur noch uns. Und trotzdem hat jeder sein Leben gelebt. Ich war - sechzehn, glaube ich. Ja, kurz danach bin ich siebzehn geworden. Jedenfalls, ich war total verliebt. Er war wirklich so etwas wie ein Gott für mich. Er wusste alles. Jedes noch so kleine Geheimnis von mir. Er war ein paar Jahre älter, der beste Freund von Eibhear, meinem Bruder. Ich dachte, wir würden für immer zusammen bleiben. Und dann ... er hat meinen Bruder ermordet. Weil er ihm kein Geld geben wollte. Wir waren nie arm, weißt du, er aber schon. Und er war ein Spieler. Ich hab das immer ignoriert. Und als Eib sich geweigert hat, ihm Geld zu geben ... er hat ihn einfach so erstochen. Vor meinen Augen. Ich hab gesagt, er sei krank und solle sich bloß verpissen, da ..."
Indigo hatte nicht gemerkt, dass sie begonnen hatte zu weinen. Tränen flossen ihr übers Gesicht und tropften von ihrem Kinn, ohne dass sie wirklich heulen musste. Die Tränen strömten unaufhaltsam, immer noch, als sie den Saum ihres Pullis hochzog und die Narbe entblößte, die sich quer über ihren Bauch erstreckte, von der nicht mal der General wusste. Sie war das Einzige, was sie noch tagtäglich an Onyx erinnerte. Diese Narbe, kaum heller als ihre Haut, schnurgerade, fast unsichtbar. "Ich hätte fast nicht überlebt.", die Worte waren kaum mehr als ein Flüstern. "Verstehst du, warum ich dir deswegen nicht Alles geben kann? Blindes Vertrauen hätte mich schon einmal beinahe umgebracht."

{ Moon | Kuss xxx Gewissheit xxx seine Worte xxx die gesamte Wahrheit}
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Do Apr 12, 2012 8:23 am

Ruhig wirkte Killians Blick, der auf Flynn lastete und mitverfolgte, wie dieser sich einer jungen Frau näherte. Doch so ruhig, wie er äußerlich wirkte, war er nicht. Alles in ihm schrie danach, den attraktiven Dunkelhaarigen zurückzureissen um ihm so diese Beute zu vermiesen. Die Frau war hübsch, sehr hübsch, dass musste sogar er zugeben und genau das war ihm ein Dorn im Auge. Zugegeben, ihm war jede mögliche Beute ein Dorn im Auge, doch Flynn musste sich ja wohl oder übel ernähren. Doch wieso mussten seine "Opfer" immer so attraktiv sein? Konnte er sich nicht jemanden anderes suchen.

Das Lächeln, welches Flynn der jungen Dame schenkte, als er sie erreichte, versetzte seinem Herzen ein Stich. Unwillkürlich lief ein Zittern durch seine Muskeln und er musste die Lippen aufeinander pressen, um nicht laut loszufluchen. Seine Fangzähne, die er nach seiner Mahlzeit nicht zurückgezogen hatte, bohrten sich dabei tief in seine Unterlippe, doch das bemerkte Killian nicht. Zu sehr war er von Killians Jagdtechnick gefesselt. Mit charmanten Lächeln, einer gepflegten Konversation und kleineren Flüstereien lockte er die junge Frau in die Schatten, tat, als würde er sie küssen und beugte sich dann über ihren Hals, um seine Zähne darin zu vergraben.
Wieder rumorte es in Killians Magengengend und die Erinnerung an sein vorheriges Mahl durchströhmte ihn. Flynn, der sich anscheinend sattgetrunken hatte, schloss die Wunden der fast besinnunglosen Frau und schickte sie wieder aus der dunklen Gasse hinaus. Nun bemerkte Killian, dass ihm ein dünnes Rinnsal seines eigenen Blutes die Mundwinkel herabließ. Nun kam auch der leichte Schmerz, den seine Fangzähne in seiner Unterlippe verursachten und so zog er sie schnell zurück. Mit einer schnellen Bewegung wischte er sich das Blut mit dem rechten Hand weg, dann war Flynn auch schon wieder bei ihm und lächelte schief.

"Ich hoffe, dir hat gefallen, was du gesehen hast."

Lässig lehnte er sich neben Killian an die Bude, ohne den vorherigen Abstand zu vergössern und schwieg dann. Killian bemühte sich, seine Emotionen zu verbergen und zwang sich zu einem gelassenen Ton.

"Klar hat mir gefallen, was ich gesehen hab. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie du den Frauen Honig ums Maul schmieren kannst."

Langsam wandte er seinen Kopf in Richtung des Freundes und schenkte ihm ein Lächeln, welches jedoch arg schief geriet. So ganz konnte er nicht verbergen, wie sehr ihn ihre Situation belastete.

"Flynn, weißt du..."

Aprubt brach er ab.

"Ach, vergiss es. Lass uns lieber mit den Anderen in Kontak treten. Mir wird das Warten langsam zu blöde. Ich will jetzt wissen, ob heute noch ein Kampf statfindet oder nicht."

Mit diesen Worten stieß er sich hart von der Bude ab und tat einige Schritte in Richtung der Menschenmenge auf dem hell erleuchteten Festivalplatz. Nein, er konnte Flynn nicht sagen, was er fühlte. Es würde nur alles zerstören und lieber war er "nur" Flynns bester Freund als überhaupt nichts.

beobachtet Flynn / Gefühlschoas/ will beichten, tut es nicht / flüchtet aus der Situation
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Do Apr 12, 2012 10:21 am

Die Luft zwischen ihm und Killian schien zu vibrieren - so kam es ihm jedenfalls vor. Flynn schluckte leicht und blickte in diese moorgrünen Teiche von Killians Augen. Irgendwas stimmte an seinem alten Freund nicht. Da war etwas anders, wirklich komplett anders. Nichts an Flynn verriet, dass er das dachte. Er blickte einfach nur, immer noch leicht grinsend, in die Augen des anderen Mannes, der ein wenig größer als er selbst war. Es begann bei dem komischen Unterton in seiner Stimme und ging über ein misslungenes Lächeln hin zu diesen komischen Worten. Gerade bei diesen wurde er ein wenig stutzig, sodass sich seine Stirn wie von selbst in Falten legte. Killian war nicht jemand, der nur die Hälfte sagte oder so etwas. Der vor den Herausforderungen davonlief.
Das war vermutlich der Hauptgrund warum Flynn den anderen Vampir am Arm packte, vielleicht etwas zu schnell für "Menschenverhältnisse", und ihn zurück zog. Er wollte jetzt wissen, was hier gespielt wurde. Irgendwas war doch an der ganzen Sache verdammt noch mal faul. Und er konnte es nicht leiden, vor allem nicht bei ihm, dass er nicht wusste, was gespielt wurde. Denn obwohl er vermutlich niemals eine Chance bei dem gutaussehenden, braungebrannten Krieger bekommen würde, war da dieses Gefühl, dass er für ihn da sein wollte - egal, was geschah. Und dass er bei ihm sein wollte - für immer.

"Die werden schon noch kommen. Ich will jetzt erstmal wissen, was mit dir los ist. Du verhältst dich schon den ganzen Abend so komisch. Was ist los? Du weißt, dass du ehrlich zu mir sein kannst."

Vielleicht, nur ganz vielleicht, sprach Flynn die Worte mit etwas viel Nachdruck aus. Denn obwohl er sich das gar nicht vorstellen wollte, war die Vorstellung da, dieses kleine Fünkchen Hoffnung. Vielleicht lag es ja doch an ihm. Vielleicht entdeckte Killian jetzt doch, dass er ... mehr für den alten Freund empfand als eben nur Freundschaft. Doch Flynn zwang sich, diese Hoffnungen von seinem gedanklichen Tisch zu fegen. Das hatte eh keinen Sinn. Killian war so hetero, wie er selbst homo war - daran war nicht zu zweifeln. Gut, er hatte den Braunhaarigen noch nie mit einer Frau zu sehen bekommen; aber das hieß ja wohl mal gar nichts.
Trotzdem zitterten Flynns Hände leicht, als er sich durch sein eh schon leicht verwuscheltes dunkles Haar fuhr. Seine Augen lagen auf Killians Gesicht, gespannt beobachtete er es, vermutlich aus Angst, irgendeine Regung zu verpassen. Er war ja nicht komplett hirnlos. Er hatte immer gewusst, wenn es dem Anderen nicht gut ging. Es war so eine Art - Instinkt würde wohl am Besten zutreffen. Er wusste es einfach, tief in sich drin, dass den anderen irgendwas beschäftigte. Sicher wäre es nur irgendwas Banales, wie zum Beispiel Frust, der dringend in einem ordentlichen Kampf ausgelassen werden musste. "Oder eben ..." Flynn unterbrach den Gedanken, zwang sich, nicht weiter zu denken. Denn wenn das nicht der Fall wäre, wäre es nur umso weniger schmerzlich.

{ Killian | Besorgnis xxx "Rückzug" xxx Frage xxx Gedanken }
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Do Apr 12, 2012 10:58 am

Es war einfach zum verrückt werden. Wieso ausgerechnet jetzt musste er seine Gefühle für Flynn entdecken? Fintster blickte Killian in die Menschenmenge, während er dauaf wartete, dass Killian neben ihn tart und mit ihm die anderen Vampirkrieger suchte. Doch anders als erwartet wurde er von Flynn am Arm gepackt und wieder in die Schatten der engen Gasse gezogen.

"Was zum Teufel...", fluchend wandte er sich zu Flynn um, der ihn sorgenvoll anschaute und ihn fragte, was mit ihm los sei. Sofort wurde Killian still. Ein leises Fauchen entrang sich seiner Kehle, als er seinen Arm aus dem Griff des Dunkelhaarigen befreite.

"Ach Flynn, du hast doch keine Ahnung!", rief er leise aus und fuchtelte wild mit den Händen umher.
"Von wegen ich kann dir alles sagen. Wenn du wüsstest..."
Wieder ließ er sich nicht zu Ende reden, wieder brachte er es einfach nicht fertig zu sagen: "Wenn du wüsstest, dass ich dich liebe."
"Nein, ich kann nicht... es geht nicht. Es würde alles, aber auch alles ändern. Und dadurch für immer zerstören."

Während all dieser Worte spielte sich auf seinem Gesicht ein wahres Orchester unterschiedlichster Mimiken ab. Zuerst lag Zorn und Frustration auf seinen Zügen, welche dann wechselten zu Verweiflung und Trauer.
Auch seine braun-grünen Augen spiegelten all diese Emotionen wieder und ließen ein wenig von dem erkennen, was Killian sich nicht getraute zu sagen. Ein kleiner Funken der Liebe, die er für Flynn emfpand, versteckte sich unter der Verweiflung und der Trauer und tief in seinem Herzen hoffte Killian, Flynn würde es sehen.
Doch darauf konnte er bestimmt lange warten. Flynn hatte bei der Wahl seiner Beute bewiesen, dass er hetero war. Er würde ihn bestimmt von sich weisen, wenn er wüsste, was Killian fühlte.

Und dann, ganz plötzlich, strahlten seine Augen voller Entschlossenheit.
"Ach, Scheiss doch drauf. Entweder jetzt oder nie."
Und bevor er darüber nachdachte, was er tat, stand er dicht vor Flynn, legte ihm eine Hand ans Kinn, hob es an und verschloss die Lippen des Jüngeren mit einem zuerst zaghaften, aber dann entschlossenerem Kuss. Ebenso schnell, wie sich ihre Lippen berührten, zog sich Killian auch wieder zurück und blickte Flynn erschrocken an.

"Tut... tut mir leid. Ich... ich... wollte nicht, dass du es so erfährst."
Stammelt versuchte er, einige Meter Abstand zwischen sich und Flynn zu bringen.
"Ich kann verstehen, wenn du nun nichts mehr von mir wissen willst."
Niedergeschlagen steckte er die Hände tief in die Taschen seiner Hose und blickte schamvoll zu Boden.

Flynn | frustriert xxx Erklärungsversuch xxx erneuter Rückzieher xxx Kuss xxx Scham
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Do Apr 12, 2012 11:21 am

Flynn hätte am Liebsten geflucht. Was war mit dem Mann los, den er geglaubt hatte, zu kennen? Bewegungslos harrte er aus, bis zu dem Moment, wo er das Gefühl hatte, dass etwas falsch lief - er hatte aufgehört zu atmen. Er nahm einen tiefen Atemzug, in dem er Killians Geruch roch, so intensiv, dass er am Liebsten genüsslich die Augen geschlossen hätte. Seine Worte dagegen waren verwirrend. Noch verwirrender als die, die er gerade vom Stapel gelassen hatte. Eine Augenbraue des Dunkelhaarigen wanderte langsam in die Höhe und pflanzte sich dann auf seine Stirn, während er das Mimikenspiel des Freundes beobachtete. War da nicht so etwas wie -? Nein, bei Killian doch nicht. Nicht für -

Dann, noch bevor Flynn das letzte Wort seines Gedankens finden konnte, obwohl es nur "ihn" lautete, war da nur noch Killian. Er hatte Flynns Kinn angehoben und jetzt küsste er ihn. Zuerst war Flynn erschrocken, aber mehr darüber, dass er es nicht hatte kommen sehen als über den Kuss selbst. Als er jedoch in Killians Nacken greifen und ihn näher an sich ziehen wollte, umschlossen seine Finger nur Luft, die nach dem Vampir duftete. Kurz flackerte es in Flynns Augen rot. War das gerade tatsächlich passiert? Sein Herz raste und auch sein Atem ging beschleunigt, obwohl Killian längst zurücktaumelte, offensichtlich beschämt und erschrocken über das, was geschehen war.
Auf die kantigen Züge des Dreiundreißigjährigen legte sich ein sanftes Lächeln, während er langsam den Abstand zwischen sich und Killian verkleinerte. "Mir tut es nicht leid. Lieber so als nie. Und wieso sollte ich nichts mehr von dir wissen?" Er begann, übers ganze Gesicht zu strahlen, weil er verstand, was das bedeutete. "Das ist doch großartig! Naja, außer du willst mich loswerden - weil ab sofort wirst du mich nämlich überhaupt nicht mehr los!"

Die Euphorie in Flynns Inneren war unbeschreiblich. Killian hatte ihn geküsst. Freiwillig. Ohne Hmmungen. Naja, bis auf die Angst, die ihn danach ergriffen hatte. Er hätte am Liebsten die gesamte Welt umarmt und alle anderen gleich dazu. Wobei, nein, das stimmte nicht so ganz. Das, was er umarmen wollte, - oder eher den - konnte er auch umarmen. Flynn legte Killian eine Hand auf die Wange. Er hatte es sich schon oft vorgestellt, das zu tun. So ofr. Und jetzt wurde es Wirklichkeit. Er strich mit dem Daumen über den Wangenknochen, dann packte er die Arme des Anderen, um seine Hände aus den Hosentaschen zu ziehen. Er verschränkte auf der einen Hand seine Finger mit Killians, dann umfasste er mit der anderen seinen Nacken, wie er es vorher hatte machen wollen, zog ihn die Zentimeter zu ihm runter, und küsste ihn.
Und er für seinen Teil wich nicht zurück.

{ Killian | Gedanken xxx Kuss xxx Antwort xxx Euphorie xxx erneuter Kuss }
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Do Apr 12, 2012 11:50 am

Sein Herz raste, während er, den Blick immer noch gen Boden gerichtet, auf eine Reaktion seine Freundes -nein, nun war Flynn bestimmt nicht mehr sein Freund- wartete. Die unterschiedlichsten Gedanken jagdten ihm durch den Kopf.
Der erste Impuls, der ihn befiel, war der zu flüchten, sich einfach von Flynn abzuwenden und in die Menge der Menschen zu marschieren. Doch da war etwas, was ihn davon abhielt, was ihn abwarten und hoffen ließ. Vielleicht ja doch... vielleicht erwiderte Flynn ja seine Gefühle doch?
Mach dir nichts vor du Trottel, ermahnte sich Killian selber. So jemand wie Flynn erwidert deine Gefühle nicht.

Und dann erreichten ihn Flynns Worte. Langsam, verwirrend langsam dämmerte Killian, was Flynn ihm mitteilte und ungläubig hob er den Blick, wobei er endlich bemerkte, dass Flynn nun wieder direkt vor ihm stand. Dieser hob nun die Hand, legte sie auf seine Wange und strich sanft über den Wangenknochen. Killian hatte sich schon oft vorgestellt, wie es sich anfühlen würde, doch es war viel besser, als er es sich erträumt hatte. Fast war er versucht, die Augen zu schließen, doch er hielt dem Blick der zedernholzfarbenen Augen Flynns stand und ließ diesen gewähren, als er ihn an den armen packte und seine Hände aus den Hosentaschen zog. Fest umschlossen Flynns Finger seine rechte Hand und Killian erwiderte diese Geste. Die andere Hand von Flynn war zu seinem Nacken gewandert und zog in sanft aber bestimmt zu sich herunter.

Fast panisch holte Killian Luft und roch sofort Flynns Geruch, so intensiv und betörend, dass er genüsslich die Augen schloss. Und dann spürte er die Lippen seines Freundes auf den Seinen, schmeckte seinen Atem und hörte seinen Herzschlag. All das war mehr, als er sich je erhofft hatte und es erfüllte ihn mit einer Freude, die er am liebsten direkt hinausgeschrien hätte. Doch anstatt sich von Flynn zu lösen, schlang er dem Freund den freien Arm um die Hüfte und zog ihn fester an sich. Er wollte ihn jetzt um keinen Preis loslassen, wollte das der Kuss ewig währte.
Doch dann, nach einigen Minuten, löste er sich doch von Flynn, holte tief Luft, während er dem Freund in die Augen blickte und lächelte voller Freude und Liebe.

"Oh Flynn, du ahnst gar nicht, wie lange ich mich schon vor diesem Moment gefürchtet habe. All die Jahre hab ich meine Gefühle versteckt, selbst vor mir. Und jetzt, hier auf diesem elenden Planeten, ist mein größter Traum in Erfüllung gegangen."

Wieder zog er Flynn dicht zu sich, verbarg das Gesicht am Hals des Freundes und sog nochmal tief dessen Geruch ein.

"Ich hatte so Angst, du würdest meine Gefühle für dich nicht erwidern."

Flynn | Angst&Scham xxx freudige Verwirrung xxx erneuter Kuss xxx glücklich
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Do Apr 12, 2012 12:05 pm

Flynn genoss das alles in vollen Zügen. Sein Herzschlag passte sich an Killians an, gemeinsam rasten sie in einem ungleichmäßig-gleichmäßigen Rythmus. Ein Schauer des Verlangens fuhr durch seinen Körper, als er den langen, muskulösen Körper Killians an seinem spürte. Dieser Moment war einfach nur perfekt. Seine Knie fühlten sich in etwa so an wie Wackelpudding, aber stehen tat er trotzdem noch gerade, als Killian sich nach einer viel zu kurzen Ewigkeit von ihm löste. Flynn knurrte kurz unwillig auf, bevor er bemerkte, was er gerade tat, und errötete danach leicht. Ziemlich peinlich, diese Reaktion. Aber eigentlich war es ihm egal. Wichtig war, was ansonsten passierte. Der Kuss. Die Worte. Das Alles. Nicht so ein olles Knurren.
Flynn lauschte den Worten des Freundes - seines Freundes, scheiße noch mal! - und lächelte, als dieser sich an ihn schmiegte. Sanft lehnte er seine Wange auf das Haar des Vampirs und drückte ihn an sich. Für seine Antwort ließ er sich Zeit, kostete erstmal jeden so süßen Moment dieser Umarmung aus. All seine Sinne waren erfüllt von Killian. Er schmeckte ihn auf seinen Lippen, seiner Zunge. Er roch ihn, sein Blut. Er hörte seinen Herzschlag, seinen Atem. Er fühlte ihn, eng an sich, wie noch nie zuvor. Und er sah ihn, obwohl er die Augen geschlossen hatte, sah er das Gesicht Killians vor sich, die moorgrünen Augen.

"Wie könnte ich sie nicht erwidern?!", fragte Flynn schließlich leise. Er löste sich sanft und langsam aus Killians Umarmung und grinste ihn mit leicht schiefgelegtem Kopf an. "Und ich hab immer gedacht, du stündest auf Frauen." Ein dunkles Kichern verließ seine Kehle. "Scheiße, da hätte ich uns 'ne ganze Menge Stress und Geheimnistuerei ersparen können." Aber trotzdem hatte er keine schlechte Laune, ganz im Gegenteil. Seine dunklen Augen leuchteten voller Freude und, ja, auch voller Liebe zu dem Mann, dessen Hand er noch immer hielt. Es fühlte sich gut an, richtig. Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte er sich wieder, als wäre er zu Hause.

{ Killian | Kuss xxx Umarmung xxx Antwort }
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Do Apr 12, 2012 9:42 pm

Flynn knurrte kurz auf, als er sich von ihm löste, und errötete danach leicht. Killian grinste daraufhin. Er selbst hatte sich nur ungern von den Lippen des Anderen getrennt und hatte es nur getan, weil er seine Freude ausdrücken wollte.

Tief atmete Killian den Geruch des Jüngeren ein, roch sein unendlich süßes Blut und spürte den schnell schlagenden Herzschlag des Freundes -Himmel, nun war er sein fester Freund-, der sich mit dem seinen nach einer kurzen Weile in Einklang stellte und vereint ein Lied auf ihre Liebe sang.
Dies war der Tag, den er am meisten gefürchtet und sich dennoch so gewünscht hatte. Endlich hatte er seine Angst überwunden, war über seinen Schatten gesprungen und hatte sich seinem besten Freund offenbart. Killian war der glücklichste Vampir. Von heute an und bis in alle Zeit gehörte er nun zu Flynn und Flynn zu ihm. Endlich hatte er sein Zuhause gefunden, war am Ende seiner Suche angekommen.
Zeilen aus einem Gedicht, welches er einst verfasst hatte, schwirrten plötzlich durch seine Gedanken:

"Heimat, eine schöne Erinnerung
wo man Zuhause war,
nicht an einem Ort
sondern bei einer Person
die man liebt, die dich liebt
bei der Heimat ist!"


Ein Lächeln huschte über die Gesichtszüge des Vampirs. Ja, Flynn war sein Zuhause, seine Heimat. Und nichts würde daran jetzt noch etwas ändern können.
Und dann hörte der Vampirkrieger Worte, die er so lang herbeigesehnt hatte.

"Wie könnte ich sie nicht erwidern?!"

Leise erklang die Stimme Flynns, als er sich sanft aus seiner Umarmung befreite, welches Killian mit einem leisen, unfreiwilligem Knurren registrierte. Kurz verdunkelte sich seine Miene, doch als er in Flynns zedernholzfarbene Augen schaute, die vor Freude förmlich Funken sprühten, hellten sich seine Gesichtzüge sofort wieder auf. Lächelnd vernahm er die weiteren Worte, die sein Liebster so schnell aussprach, dass er sich beinahe verhaspelte.
Aus Killians Kehle ertönte ein Lachen, dunkel und voller Freude, ein Lachen, welches selten über seine Lippen kam.

"Nein, ich stehe nicht auf Frauen. Aber du, dachte ich zumindest."

Noch immer hielt Flynn seine Hand und Killian drückte sie leicht, während er seine braun-grünen Augen nicht von Flynn abwenden konnte.

"Uns trifft beide Schuld, Liebster."

Wie leicht ihm dieses Wort über die Lippen kam. Killian war selbst überrascht. Kein Zögern, kein Zittern in der Stimme, als er es aussprach, denn es fühlte sich einfach richtig an.

"Wir hätten uns wirklich eine Menge Unannehmlichkeiten ersparen können. Aber es kam, wie es kommen sollte und am Ende haben wir dass bekommen, was wir uns gewünscht haben."

Der ernste Vampirkrieger, dessen Mimik sonst keine Emotionen zeigte, strahlte vor Freude. Die braun-grünen Augen funkelten vergnügt, auf den sonst zusammengepressten Lippen lag ein breites Grinsen.

"So, nachdem wir das nun geklärt haben, was machen wir nun?"

So ungern Killian jetzt auch das Threma wechselte, aber sie waren in einem Auftrag unterwegs und das durften sie nicht vergessen. Allerdings war der Umstand, dass sie sich ausgerechnet heute gestanden hatte, was sie füreinander empfanden, sowas wie eine glückliche Fügung. Als Paärchen konnten sie sich noch besser unter die Menschen mischen und darauf warten das die Gilde in Erscheinung trat. Abwartend blickte er Flynn an, die Hand von ihm fest und sanft zugleich haltend.

Killian | genießt den Augenblick xxx antwortet xxx erinnert an ihren Auftrag
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Fr Apr 13, 2012 4:31 am

"Und was wir alleine nicht schaffen,
das schaffen wir dann zusamm'"

Aufgeben würde er diese Haltung nicht so schnell. Und doch verlangte Indigos Reaktion von ihm, dass sie wieder etwas auf Distanz gingen. Noch immer war Moon Hin und Her gerissen. Sollte er ihr wirklich noch näher kommen, als diese beiden Küsse? War es wirklich das Richtige? Er hatte nie auch nur annäherungsweise so etwas empfunden wie jetzt. Vielleicht weil er es nie zugelassen hatte, rein aus dem Grund verletzt werden zu können. Liebe war für Moon ein wunder Punkt. Mit diesem brachte er seine Gegner um. Langsam und qualvoll, indem er zuallererst herausfand woran ihr Herz hing, und dies dann zerstörte. Somit den gegner wohl von innen heraus niedermachte.
Eigentlich war der Rausch des Tötens und Bluttrinkens immer der einzigste Halt in seinem Leben gewesen, wie er gedacht hatte. Sie hatten ihn dazu ausgebildet ein Mörder zu sein, jemand der nicht nachdachte, wenn er morden sollte. Und doch hatten sie die Rechnung ohne sein Hirn gemacht, dass sich mehr Gedanken auf einmal machte, als so manch ein Tier fressen konnte. Vermutlich hatte ihn genau das letztendlich dazu bewegt, zu gehen. Fort. Nur um irgendwann Gary in die Arme zu laufen. Und jetzt Indigo?! War das Schicksal? Er glaubte nicht an das Schicksal, ebenso wneig wie an Glück, aber das konnte doch kein gnadenloser Zufall sein! Oder?

Moon spürte die Wärme in Indigos Körper, als sie ihre Stirn an seine legte. Er spürte, dass es ihr schwerfiel. Sehr schwer. Abwartend sah er sie an. Da war kein Hass und Zorn mehr, nur noch all die Fragen, auf die er eine Antwort wollte. Nicht einmal löste er die Arme von ihren Hüften, hielt sie einfach fest, während sie begann zu sprechen. Wahrlich war Indigos Geschichte nicht die einer Märchenprinzessin und doch hatte er nicht geahnt, dass es so ausarten würde. Als sie ihren Pulli hochzog wanderte sein Blick nur langsam nach unten und sah auf die Narbe, ehe er beinahe schockiert wiede rin ihre gleichnamigen Augen sah.
Langsam löste er eine Hand aus der Umarmung und legte sie sanft auf ihre Narbe. In etwa so, als würde sie das heilen, oder zumindest den Schmerz an die Erinnerung lindern. Ob es das tat wusste er nicht.
Als Moon ihr wieder in die Augen sah, lag darin Bedauern und - Mitgefühl? Empfand Moon Lovell tatsächlich soetwas wie Mitgefühl für ein anderes Wesen?
Irgendwie überkam es ihn, dass er ihr nun seine Vergangenheit anvertrauen sollte, aber sie fragte nicht dannach, von daher verdrängte er es wieder und konzentrierte sich wieder auf Indigo.
Die Hand, die noch auf ihrer Hüfte gelegen hatte, begann langsam ihre Wange zu streicheln und sanft die Tränen fortzuwischen.

"Mir haben sie immer gesagt, die Zeit heilt alle Wunden. Ich kann sagen, dass daran soviel wahr ist wie an der sarkrastischen Tatsache, dass Igel fliegen können. Beides geht nicht und wird niemals geschehen. Zumindest nicht bei mir, und bei dir wie es aussieht auch nicht. Aber wenn wir nicht vergessen können, so haben wir es doch zumindest geschafft es die letzten Jahre einigermaßen zu verdrängen, wenn auch nicht immer mit Erfolg.
Vielleicht kannst du mir jetzt nicht bedingungslos vertrauen, aber glaubst du ich könnte es? Vielleicht irgendwann einmal, aber nicht jetzt, dafür ist unsere gemeinsame Zeit zu kurz. Wir vertrauen aufeinander im Kampf, da besteht doch die Möglichkeit, dass wir es auch auf anderen gebieten kennen, die für mich übrigens genauso unbekannt sind, wie für dich."


Ein vorsichtiges Lächeln umspielte seine Züge, die jetzt gar nicht mehr hart wirkten.
Die Schwüle war über die Stadt gestiegen, wie ein Meer voller Fische. Moon hatte sich mittlerweile an der Hauswand hinuntersinken lassen und Indigo auf seinen Schoß gezogen. Noch einmal berührte er sacht die Narbe.

"Würde er noch einmal auftauchen, du kannst dich darauf verlassen, ich würde ihm eigenhändig das Herz aus dem Leib reißen und dannach an die Geier verfüttern. "

Er konnte beinahe süß wirken. Moon kannte den anderen nicht, den Indigo wohl kaum als ihren Exfreund bezeichnete, eher als Feind. Jedoch blieben wohl keine Zweifel daran, dass der Blonde sein Versprechen tatsächlich wahrmachen würde. Ertrug er den Gedanken nicht, dass Indigo Schaden zugefügt wurde?
"Vorerst gebe ich mich mit dem zufrieden, auch wenn es nicht Alles ist."

Da war es wieder das schalkhafte leuchten seiner roten Augen. Weil sie auf seinem Schoß saß, musste er zu ihr aufsehen und legte nun, wie vorher Indigo die Hand, die vorher noch beruhigend ihre Wnage und die Tränen weggestrichen hatte, um ihren Nacken und zog sie zu sich herunter, bis sich ihre Lippen berührten. Es war ein Versprechen. Zumindest von Moon.

{ hört schweigend zu | schockiert | Mitgefühl | Versprechen | Kuss}
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Fr Apr 13, 2012 7:36 am

Indigos Herz klopfte. Wie er reagieren würde? Noch nie zuvor hatte sie einem Vampir erzählt, was passiert war damals. Es war ihr kleines, wohlgehütetes Geheimnis gewesen, einer der Schatten ihrer Vergangenheit. Was würde Moon dazu sagen? Sicherlich würde er - ja, was würde er? Sie kannte ihn eigentlich gar nicht, wurde ihr klar. Sie kannte nur diese coole, kriegerische Facette von ihm. Wer er wirklich war, wusste sie nicht. Und trotzdem war da dieses Gefühl der Ruhe, das sich jetzt in ihr ausbreitete, während sie da stand, die Narbe an ihrem Bauch entbößt. Und sie wusste, dass es nur daran lag, dass es Moon war, der sie immer noch fest hielt.
Sie wusste nicht recht, mit was genau sie gerechnet hatte, welche Reaktion sie erwartet hatte. Aber das, was Moon tat, war letzten Endes vollkommen überraschend. Sanft, vollkommen ungewohnt sanft von ihm, legte er seine große, schwielige Hand - eine Hand, die schon so viele Menschen und Vampire ermordet hatte - auf ihre Narbe. Ihr Herz raste, und als sie ihm in die Augen sah, waren seine Augen zum ersten Mal nicht kalt oder voller Verlangen. Sie waren so weich und auf einmal war das rot schon fast fehl am Platz, weil es sie bösartiger aussehen ließ, obwohl sein Ausdruck überhaupt nicht bösartig war. Er strich ihr übers Gesicht, strich die Tränen weg, die es beinahe durchtränkt hatte. Diese Berührung enthielt so viel mehr Trost als alles andere, was er ihr hätte geben können.
So schmiegte Indigo sich an ihn, und sie merkte, dass sie ihm vertraute. Mehr, als sie Gary vertraute, mehr, als sie je einem Vampir nach den Geschehnissen um Onyx vertraut hatte. Dann lauschte sie seinen Worten, Worten, die so viel Wahrheit enthielten. Er sagte genau das, was sie selbst glaubte, was sie selbst sagen würde, wenn er sie fragte. Sie waren sich in vielerlei Hinsicht ähnlicher, als sie dachten, stellte sie fest, während sie vorsichtig auf seinen Schoß glitt. Sie lehnte sich an seine warme, breite Brust und spürte seinen beruhigenden, festen Herzschlag an ihrer Schulter. Trotzdem musste sie leicht schmunzeln, als er ihr sagte, was er mit Onyx vorhatte.

Indigo hatte ihm wirklich sagen wollen, dass sie das selbst machen wollte. Ihm selbst das verdorbene Herz aus der Brust reißen ... aber sie kam nicht dazu. Moon küsste sie, versiegelte ihre Lippen in einem sanften Kuss. Das Versprechen in diesem bedeutete in dem Moment so viel, so viel mehr als der ganze beschissene Rest ihres Lebens. Sie erwiderte den Kuss sanft, die Hand an seinem Hals, den Daumen auf seiner Wange, was auch ihr Versprechen war. Sie würde es versuchen, sie würde alles versuchen, um ihm zu vertrauen. Ihn bedingungslos zu lieben, wie sie es nur einmal vorher getan hatte.
Die Kriegerin ließ sich Zeit für den Kuss, Zeit, ihre Gefühle auszukundschaften. Ja, da war diese Wärme in ihr, dieses leichte Prickeln. Sie verliebte sich wirklich in ihn. Noch während sie ihn küsste, den großen blonden Krieger, der jetzt ihre größte Schwachstelle kannte, lächelte sie minimal, ihre Mundwinkel zogen sich leicht nach oben. Erst nach einer scheinenden Ewigkeit löste sie sich wieder von ihm, zumindest ihre Lippen. Aber nur, um ihr Gesicht in seinem Haar zu vergraben. Sie hatte die indigofarbenen Augen geschlossen und saß auf seinem Schoß fast wie ein Baby, die Arme fest um seine Schultern geschlungen.

"Vielleicht.", antwortete Indigo schließlich auf seine ersten Worte. Es waren bestimmt fünf Minuten vergangen. Aber sie hatten jetzt Zeit. Alle Zeit der Welt. "Ich werde es mit allen Mitteln versuchen. Für uns. Und trotzdem muss ich dich darum bitten, mir den Job mit dem Herz rausreißen zu überlassen." Auch ihre Augen funkelten ein bisschen, als sie das sagte. Noch nie war das Gesicht der Dunkelhaarigen so weich gewesen, so gelöst. Sie fühlte sich wohl bei Moon, in seinen Armen. Eigentlich hätte ihr das Angst eingejagt. Aber die war verflogen. Es tat ihr einfach nur noch gut. Als hätte sie jetzt einen Ruhepol gefunden - ausgerechnet in dem temperamentvollsten Krieger, den sie kannte.

{ MOON | Gedanken xxx Reaktionen xxx Kuss xxx Antwort }
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Sa Apr 14, 2012 4:38 am

Na ganz toll. Alle verschwanden. Die zwei zum Kotzen glücklichen Turteltäubchen Damon und Lissa, Indigo sowieso und Gary war ihr gefolgt. Na geil... Und was sollte Darren jetzt machen? Erstmal begab sich der Vampir in den Schatten irgendeiner der Stände. Dort fühlte er sich am wohlsten, weil ihn dort niemand anstarrte oder sehen konnte.
“Was tun? Was tun?“, murmelte er leise vor sich hin und überlegte. Irgendwie waren wahrscheinlich alle beschäftigt, also würde er sich wohl einfach zu irgendwem dazuquetschen. Da kam ihm der gedanke, wer gar nicht anwesend gewesen war – Flynn und Killian. Er hatte gegen beide nichts, fand sie manchmal etwas absonderlich, was sie wahrscheinlich auch über ihn dachten.

Darren setzte sich in Bewegung. Er benutzte den Schatten um unbemerkt nach den beiden Vampiren zu suchen. Geschwind bewegte er sich vorwärts. Unbemerkt ging er an den vielen Menschen vorbei, die ihn nicht erblickten, nicht einmal spüren würden. Dann tauchte er schließlich wieder aus dem Schatten auf, genau vor Killian und Flynn. Die beiden standen da und sahen sich an. Dann glitt Darrens Blick tiefer, schwang jedoch sofort wieder hoch zu den Gesichtern der beiden als e sah, dass sie Händchen hielten.
“Nicht ehrlich oder?“, fragte Darren ein wenig entnervt und erwartete einfach, dass sie wussten, was er meinte. Die zwei hielten immerhin Händchen, dass konnte ja nur heißen, dass beide total schwul waren. Es war nicht so, dass er Schwule diskriminierte, aber befremdlich war es schon. Er wusste nicht, was man am eigenen Geschlecht finden konnte. Der Vampirkrieger schüttelte nur leicht den Kopf, fuhr sich durch die Haare und sah die beiden dann wieder an nachdem sein Blick auf den Boden gesunken war.

[alle sind weg # überlegt # trifft auf Killian & Flynn]
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Sa Apr 14, 2012 7:56 am

Flynn kicherte über die Vorstellung, dass er ja auf Frauen stehen könnte. Er hatte sie nie in dem Sinne auch nur angesehen, geschweigedenn mal eine von ihnen geküsst. Allein bei der Vorstellung stellten sich ihm die Nackenhaare auf. Deswegen blitzte er den Freund auch gut gelaunt an, eine Antwort erwartete er jetzt zumindest scheinbar noch nicht, weswegen er schwieg und Killian ausreden ließ. Wirklich zuhören tat er allerdings nicht. Er war noch ganz perplex, dass es jetzt also tatsächlich was Ernstes zwischen ihnen war. Er hatte einen festen Freund, jemanden, den er Zuhause nennen konnte. Sein Herz fühlte sich überraschend leicht an, und trotzdem hätte er sich am Liebsten an den großen Braunhaarigen geschmiegt und die Welt um sie herum vergessen.
Was leider Gottes gerade nicht möglich war.
Denn zuerst fragte Killian, was sie denn jetzt machen sollten, und dann, bevor Flynn Zeit zum Antworten hatte, kam Darren vorbei. Der Dunkelhaarige bemerkte natürlich sofort die Tatsache, dass die beiden Krieger vor ihm Händchen hielten wie zwei frisch verliebte Teenager. Sie waren frisch verliebt, nur eben keine Teenager mehr. Trotzdem ließ Flynn die Hand seines Freundes nicht los, sondern hielt sie nur noch etwas fester. Er straffte die Schultern und grinste Darren möglichst selbstbewusst an. Es schien, als habe ihm die Tatsache, dass er geliebt wurde, ein größeres Ego verpasst.

"Doch ehrlich.", stellte er fest, in dem Ton, dass die Sache danach abgehakt war. War sie auch. Darren ging das Ganze nichts an, und wenn ihm das nicht gefiel sollte er abhauen. Und obwohl diese Gedanken von Flynn nicht sonderlich freundlich waren, blieb seine Stimme und seine Mimik höflich. "Und, was hast du jetzt vor? Hat jemand die Gilde schon gesehen? Sollen wir uns mal umsehen?"

{ Killian | überwältigt xxx bemerkt Darren xxx spricht | KILLIAN & DARREN }
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Sa Apr 14, 2012 9:43 am

F.i.r.s.t.p.o.s.t

Die dunklen Wolken warfen Schatten auf die Erde, in welchen sich die junge Frau gezielt bewegen zu wusste. Ihr dunkles Haar viel ihr ins Gesicht, aber es ließ sie unbeeindruckt. Während im Besprechungszimmer immer noch alle diskutierten war sie bereits los gezogen. Ihr Auftreten war selbstbewusst und man sah ihr nicht an, dass sie eine Ärztin war. Das schwarze, kurze Seidenkleid bedeckte ihren schmalen Körper und kleine Absätze kündigten ihr kommen an. Blut. Es war das erste, was sie am Festival bemerkte. Blut am Boden. 'Parasiten. Kleine, blutsaugenden Parasiten...',schoss es ihr durch den Kopf. Sie sah keine Leichen. Noch nicht. Aber hier und da Blut. Vielleicht war es ja doch nur eine Verletzung? Nein. Das konnte sie nicht glauben. Elegant und ohne aus dem Schwung zu kommen, trat sie über eine Blutlache am Boden und verzog angewidert das Gesicht. Andere Menschen gingen ahnungslos an ihr vorbei, niemand schien zu ahnen, was für ein grausames Vergehen hier stattfinden könnte. Wäre sie Raucherin, so hätte sie sich wohl nun eine Zigarette genommen und sie sich zwischen die schmalen Lippen gesteckt. Doch seit ihre Mutter an Brustkrebs gestorben war, war der Gedanke an Zigaretten für sie gestrichen. Sie wollte nicht, dass Natalia, ihre jüngere Schwester, erneut einen Verlust erlitt, immer hin hatte diese genug erlebt.

Sophia. Der Name der Frau, die durch die Straßen schritt, war Sophia. Sophia Adams. Eine junge Ärztin, die sich einer Gilde angeschlossen hatte. Eine Frau, der man nicht ansah, wie stark sie war, wie viel Kraft sich in ihren dünnen, zerbrechlich wirkenden Armen befand. Sie war niemand, denn man einfach so angreifen konnte. Sie war jemand, der wusste, wie man zu schlug. Und wo man zu schlug. Als Ärztin kannte sie die empfindlichsten Stellen und konnte einen Menschen mit wenigen Schlägen auch umbringen. So war es nicht ratsam, sich mit ihr anzulegen. Aber dies glaubte niemand, der sie sah. Aber dies sollte sie nicht weiter stören. Hier war sie doch nur ein dummer Mensch unter anderen dummen Menschen, die nicht wussten wo und wann ein Parasit, wie sie die Blutsauger auch nannte, auftauchte. Sie wusste nur, dass es sie gab. Genug Wissen, für einen machtlosen Menschen, oder nicht?

Aufmerksam beobachtete Sophia das Geschehen. Jeder hier sah aus wie ein Mensch. Vermutlich waren es auch alle Menschen. Und dennoch fühlte sie sich bedroht. Das Verlangen eine Zigarette zu erlangen stieg. 'Reiß dich am Riemen. Du hast dir geschworen, niemals zu rauchen du Weichei..',fuhr sie sich innerlich an und atmete tief durch, während ihr Blick über die Straßen wanderte. Sie sah einen Mann. Er stand allein da. Ungewöhnlich für einen Tag wie diesen. Aber immerhin war auch sie alleine. Sie seufzte leise und schob sich eine Strähne ihres Haares hinter das Ohr. 'Nun gut. Solange ich nicht alleine sein muss..',dachte sie und schlug einen weg ein, der sie zu dem Mann bringen würde. Ihr Gang war elegant und ruhig, ihre Hüften wippten sanft von einer Seite zur anderen, während sie einen Fuß vor den anderen setzte. Ihre hellen Augen waren offen und aufmerksam, als würden sie nach Anzeichen für einen Parasiten suchen. Gab es solche Zeichen überhaupt? Konnte es wirklich ein Zeichen geben, dass einen dieser widerwärtigen Blutsauger kennzeichnete? Vermutlich nicht. Vor dem Mann blieb sie stehen. Eine Hand in die Seite gestemmt, die andere baumelte einfach nur hinab und strich ab und zu über das, wie sie fand sehr ansehnliche schwarze Seidenkleid. "Entschuldigen Sie, Sir, haben sie zufällig eine Zigarette?",fragte sie freundlich, ihre Stimme klang fast wie eine Liebkosung, so unheimlich weich war sie. Aber das war sie doch immer. Und sie hatte jede Selbstachtung verloren. Wie konnte sie nur nach einer Zigarette fragen? Sie war keine Raucherin.'Oh Gott, was mach ich hier nur...',dachte sie und warf einen flüchtigen Blick in den von Wolken bedeckten Himmel, ehe ihr Blick wieder auf den Mann fiel. Sein Haar war kurz und dunkelblond. Die Augen hatten einen beruhigenden grün-grau Ton. Nichts, was sie beunruhigte. Nichts, was sie ahnen ließ, was er war.

[ALLEIN // geht // denkt // lust auf Zigarette // denkt // sieht Mann // GARY // redet // denkt]
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Brannon Evans
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Sa Apr 14, 2012 10:04 am

[kommt von Hauptquartier | Besprechungszimmer]
Ein wenig zuckten die Mundwinkel von Brannon zu einem schmunzeln als er Claires fragen hörte doch erst einmal behielt er sich vor nicht auf die Fragen der Blonden zu antworten. Statt dessen musterte er Lucy einen Augenblick lang als diese darum bat hier zu bleiben und erklärte das sie niemanden töten wollte. Schweigend ohne das man seiner Mimik etwas entnehmen konnte musterte er die junge Vampirin einfach nur – ohne ein Wort zu verlieren. Grade machte sie nicht mal den Eindruck als würde sie mit seiner Waffe umgehen können. Sie stand da wie ein Häufchen Elend. Hätte er nicht gewusst was sie war – hätte er es vielleicht sogar verstanden und es nachvollziehen können., aber so war es etwas anderes. Wie immer kühl und mit einem durchdringenden kühlen, fast schon leicht abfälligen Blick trat er an Lucy heran und stellte sich hinter sie. „ Du wirst es wahrscheinlich so oder so nicht schaffen einen von ihnen zu Töten...“ stellte er kalt fest und drehte sie halb um. Nur um die Waffe richtig in ihre Hand zu legen und ihr zu zeigen wie sie diese richtig hielt. „ Du zielst bitte mit beiden Augen am Lauf entlang.....und dann einfach abdrücken....sehr nur zu das du keinen unserer Leute triffst....“ fügte er ernst hin zu. Langsam trat er von ihr zurück und kontrollierte noch einmal seine eigenen Waffen. „ Du kommst nur mit weil du auf längere Sicht gesehen auch Vampire töten musst – vorausgesetzt du willst hier bleiben. Denn dir bleibt keine Wahl...entweder du gehst mit Gary...und wirst Menschen töten nur um an ihr Blut zu kommen und versuchen meine Gilde aus zu löschen....oder du bleibst hier und hilfst uns die anderen Vampire zu töten und kannst ohne zu töten Blut bekommen...“. Das er ihr ja zu Anfang angeboten hatte sein Blut bis zu einem gewissen Grad zu trinken erwähnte er nicht. Denn für ihn war es mehr als eine Überwindung und außerdem hatte es hier nichts zu suchen! Er ging einfach davon aus das sie es noch wissen würde – was er ihr in dem Gang gesagt hatte. „ Ob du es willst oder nicht. In dem du zu einem Vampir wurdest – ob nun freiwillig oder gezwungen ist hier bei irrelevant – ist der alte Krieg auch der deine geworden. Nur hast du die seltene Gelegenheit dich für eine Seite zu entscheiden....“. Mit diesen Worten wandte er sich ab und schmunzelte Claire ein wenig an und legte einen Finger an ihr Kinn „ du weist doch Claire....du kannst mit ihnen spielen...auch wenn ich hoffe das du es nicht übertreibst – nicht das ich noch eifersüchtig werde „ fügte er halb grinsend hinzu. Doch das die beiden nichts mit einander hatten war eigentlich jedem in der Gilde klar. Sie war der Co-Anführer der Gilde und so liebte er es ein wenig sie zu necken. Was wahrscheinlich auf Gegenseitigkeit beruhte – doch nie würde er mit ihr im Bett landen. Sonst wäre es schon passiert, schließlich nahm Brannon nicht ohne Grund seinen Ehering nicht ab. Kurz griff er in seine Tasche und holte sich ein paar Pillen aus seiner Medikamenten Dose und warf diese einfach ohne drüber nach zu denken ein. Andere aßen Lakritze oder Tic Tacs, er eben Anti-Schmerzmittel.“ Dann wollen wir mal...wenn jemand verletzt ist bringt ihn in Sicherheit und holt euch Klaus...es läuft wie immer ab. So wenig Verluste wie möglich auf unserer Seite und so viele wie es nur geht auf deren Seite. Und seit vorsichtig. Verwickelt sie nicht in Einzelkämpfe und sorgt dafür das nicht die ganze Welt mit bekommt gegen wen ihr Kämpft...“fügte er ernst hin zu und machte sich auf den Weg durch den Geheimgang.

Während er auf dem weg durch den gang war sprach er kein Wort – er dachte wie immer eigentlich schweigend nach. Über da was passiert war und wie es das ganze wohl ausgehen würde. Insgeheim hoffte er natürlich das er Gary dieses mal mehr die Leviten lesen konnte um ihm klar zu machen das er es durch aus mit einem ebenbürtigen Gegner zu tun hatte. Selbst wenn er noch vor ein paar Stunden die rüge bekommen hatte es nicht zu übertreiben. Aber seit wann hörte er auf einen Arzt? Nichts gegen Klaus er hatte seine Sache wirklich gut gemacht als er ihn behandelt hatte aber trotzdem. Es war eine ganze weile her das er sich von jemandem ans Bett hatte fesseln lassen nur weil er sich Verletzt hatte. Während er kurz die Gasse musterte aus der er gekommen war und darauf wartete das auch Claire und Klaus schließlich ihm gefolgt waren – genauso wie die anderen natürlich. Mit einem schlichten Kopfnicken an die Gruppe ging er dann schließlich weiter. Aus der Gasse heraus um um etwas Oberhalb der Parade nach Vampiren Ausschau zu halten und vor allem um Gary zu suchen! Er zweifelte daran das Gary es sich nehmen lies hier zu sein. So viele Potentielle Opfer die er und seine Strohhalmschlürfer aussaugen konnten. Kaum das sie einen etwas höheren Punkt erreicht hatten um auf die Parade hinunter zu sehen, stellte er schlicht an Claire gewandt fest „ Gary gehört mir...wir haben noch eine Rechnung offen...“. Ein schnauben unterstrich dabei die Tatsache das es ihm scheinbar wirklich ernst war. Fast könnte man meinen das er Claire beschützen wollte – aber dem war eher weniger so. Er wusste was sie konnte und daher machte er sich keine sorgen um sie. Wahrscheinlich sollte er sich in manchen Punkten um sich selbst sorgen machen, aber das hatte er bereits früh abgelegt. Außerdem legte er nicht viel Wert darauf das jemand sich sorgen um ihn machte – unterbewusst legte er es vielleicht sogar darauf an irgendwann bei einem Kampf gegen Gary zu sterben. Aber vorerst hatte er dieses garantiert nicht wirklich vor – zumindest fürs erste nicht wirklich. Erst wenn er glaubte das Claire bereit war die Gilde zu Führen würde er nicht mehr viel acht darauf geben ob er starb oder nicht, jedoch gehörte das grade auch nicht hier her. Statt dessen begann er mit der Suche nach Gary. „ Klaus wenn wir die Vampire gefunden haben solltest du darauf achten das du dich so unauffällig wie möglich verhältst..wenn du nicht sogar an einen Ort gehst wo sie dich nicht vermuten und kaum riechen können...schließlich bist du nicht grade Unwichtig und Gary ist nicht grade schwach...“ stellte er fast gleichgültig, aber durch aus freundlich fest – zumindest freundlicher als er mit Lucy umgegangen war. Hätte Brannon geahnt das Sophia 'seinen' Gary bereits gefunden hatte würde er wahrlich nicht so ruhig reagieren. Stattdessen wäre er wahrscheinlich einfach davon gelaufen in die Richtung der beiden um Sophia zur Hilfe zu kommen. Natürlich nicht weil er sich sorgen machte....lediglich die Tatsache das sie es doch war die ihm meistens die Medikamente gab die er brauchte war sein Antrieb. Natürlich würde er nie zu geben das er irgendwem mochte oder gut leiden konnte. Das war einfach schon lange nicht mehr Brannons Art und Weise gewesen – warum sollte er deswegen jetzt damit Anfang? Also ging er seines Weges auf der Suche nach 'seinem' Gary...die beiden hatten schließlich eine Rechnung offen.....

[bei Lucy,Claire,Klaus & Co | erklärt Lucy etwas | neckt Claire | geht durch einen Geheimgang | macht sich auf die Suche nach Gary mit Claire & Klaus]


Rapphaels Schäfer

Lyric by Roger Cicero - In diesem Moment
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   Sa Apr 14, 2012 11:43 pm

Gary musterte die feiernde Menge - immer und immer wieder aufs Neue. Hätte ich gewusst, dass die Gilde derart lahm ist, hätte ich noch den halben Tag andere Dinge gemacht und jetzt stehe ich hier und beobachte... als hätte ich nichts Besseres zu tun.. dachte sich der General und seufzte, während er auf der gegenüberliegenden Seite der Menge Flynn, Killian und Darren sah. Irgendwie waren heute alle ziemlich gesellig. Nichts für den General - ihm reichte es schon mit einer Person zu reden. Schließlich stellte er - mit einem Gesicht, das aussagte: Alles nur nicht das! - fest, dass Flynn und Killian Händchen hielten. Plötzlich wurde er vollkommen blass im Gesicht und schlug sich mit der Hand vor die Stirn. "Gott - nein!" murmelte er und ließ sich ein langes Seufzen nicht nehmen. Jetzt hatte er zwei schwule Krieger in der Truppe - wie sollte das nur enden... Flynn war ja schon immer - anders gewesen und irgendwo hatte der Dunkelblonde es vermutet, aber Killian? Killian hatte er nun wirklich nicht für schwul gehalten. Etwas protestierend verschränkte er die Arme vor der Brust und sah sich weiter um. Es gab derweil Wichtigeres zu tun, als sich über Flynn und Killian aufzuregen. Gerade hatte er überlegt sich unter die Menschen zu mischen und vielleicht auch einen kleinen 'Drink' zu nehmen, als eine Dame vor ihm stand. Sie war zweifelsohne ein Mensch, denn Gary kannte all seine Truppen.

Auf den ersten Blick war die Frau ziemlich selbstbewusst und... gutaussehend? Ja - schlecht sah sie ja nun wirklich nicht aus in ihrem schwarzen - aus Seide gefertigtem - Kleid, dass sie gelegentlich glättete. Sie fragte ihn nach einer Zigarette - Ihn - Gary? Ein Raucher? Niemals. Höchstens Gelegenheitsalkoholiker, aber von anderen Suchtmitteln - das Blut ausgenommen - ließ er die Finger. Dieses Kram konnte ihm gestohlen bleiben. "Ich rauche nicht und selbst wenn würde ich ihnen keine geben, weil ich der Meinung bin, dass dieses Kram mehr als genug Schaden bei einer Person anrichtet..." entgegnete er kühl und musste sich dabei den knurrenden Unterton verkneifen. Gut - wenn Menschen sich selbst schaden wollten, hatte er nichts dagegen, aber irgendwo fand er, dass er nicht gerade aussah wie ein Raucher... Etwas Misstrauen stieg in ihm auf. War diese Frau eventuell Mitglied der Gilde? Sie sah jedenfalls nicht aus, als ob sie Waffen bei sich hätte und sehr gefährlich schien sie auch nicht - auch wenn der Dunkelblonde niemanden unterschätzte. naja - die nächsten Minuten würden zeigen, was sie war und zu wem sie gehörte...

[etwas geschockt wegen Flynn & Killian | bei Sophia | redet | misstrauisch]



LAUT DARREN / LOGAN EIN HETHEROHENGST
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   So Apr 15, 2012 12:13 am

Keine Zigarette? Einerseits war sie erfreut, dass sie keine bekam, andererseits machte es sie fertig. Hier könnten überall Parasiten sein. Sie wusste ja selbst, wie ungesund es war. Aber sie war nervös. Und unter fremden. Und obwohl der Mann vor ihr kalt und abweisend sein zu schien, war er Sophia sympatisch. Aber es brauchte nicht viel, um ihr sympatisch zu sein. Ein wenig Selbstsicherheit und ein wenig Kraft ausstrahlen. Sie seufzte leise, schob sich ihr dunkles Haar immer wieder zurück. Dann blickte sie auf die feiernde Menge. 'Die sind doch alle Wahnsinnig...',fuhr es ihr durch den Kopf. Ihre Zähne bohrten sich in ihre Unterlippe, bis Blut aus einer kleinen Wunde trat. Schnell und doch gelassen leckte sie das Blut weg. Nur als Vorsichtsmaßnahme. Der Blick ihrer Seelenspiegel glitt über ihren Körper. Er schien stark gebaut zu sein. Kräftig. Wie ein Beschützer... Der Gedanke ließ sie ein wenig lächeln. Dann viel ihr auf, dass sie aussehen musste, wie eine seelisch Verwirrte. Sie stand nur da und beobachtete ihn. Sie schüttelte leicht den Kopf über sich selbst.

"Tut mir leid, ich hätte nicht fragen sollen. Ich bin Sophia. Dürfte ich Ihren Namen erfahren oder ist er geheim?" Selbstsicher und lächelnd stellte sie sich vor. Ihren Nachnamen und ihren Beruf, würde sie vorerst nicht erwähnen. Und schon gar nicht, dass sie in einer Gilde war. Es würde nur Fragen mit sich ziehen, außerdem wäre es besser, nicht zu viel von sich Preis zu geben. Sie lächelte freundlich, ließ sich nicht davon abschrecken, wie kalt er zu sein schien. Sie lehnte sich an die Wand.'Wo wohl die anderen aus der Gilde sind..?',fragte sie sich und sah sich um. Aber sie sah niemanden, der ihr bekannt vor kam. Viele Gesichter, aber keines, das sie kannte. Irgendwie war es schwer, alleine wo zu sein, wo man keinen kannte. Wo jeder ein Blutsauger sein konnte.

[GARY // denkt // betrachtet Gary // stellt sich vor // denkt]
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BeitragThema: Re: Der Beginn der Invasion   So Apr 15, 2012 4:30 am

"Sometimes it lasts in love
But sometimes it hurts instead"

Jahrelang war wohl die Angst vor dem was hier geschah, übermächtig gewesen. hatte ihn besessen und besessen gemacht. Er hatte niemals lieben wollen, nie auch nur annährungsweise so viel Nähe zugelassen wie jetzt, weil die Gefahr, dass ganu das eintrat, was er so fürchtete, dann umso größer war. Die Gefahr, dass er zu lieben begann, zu fühlen. Wieder weich wurde. Es hatte ihn schon oft genug fast den Kopf gekostet, um genau zu sein, eigentlich immer. Die letzten Male, an die er sich erinnerte, als ihm jemand etwas bedeutet hatten, lagen zwar lange zurück, doch sie hatten beinahe unheilvolle Wunden hinterlassen.
Dass Indigo diese Wunden eigentlich spurenlos umgangen hatte und ihm sich auf ganz eigenartige und wohl auch unbewusste Art udn Weise genähert hatt,e, machte für ihn die Sache nicht leichter. Fühlte er sich der Kriegerin gegenüber doch irgendwie verantwortlich. Obwohl er wusste, dass sie sich sehr gut selbst verteidigen konnte, hatte sie doch soetwas wie einen Beschützerinstinkt in ihm geweckt.

Wie durch eine dünne Wand aus hauchzarte Papier spürte Moon die Zweifel, die in Indigo genauso aufwallten wie in ihm. Sie schien irgendwie -Angst?- vor seiner Reaktion zu haben, was jedoch vollkommen unnnötig gewesen war. Wie sie nun so dasaßen, recht vertraut und auch glücklich, mit nichts auf der Welt hätte er diese wneigen Minuten gerade tauschen wollen.
Der Blonde spürte, wie die Kriegerin ihr Gesicht in seinem Haar vergrub und strich ihr noch immer sanft lächelnd über den Rücken. In so wneiger Zeit, war so viel zwischen ihnen passiert, was sie beide wohl für unmöglich gehalten hatten, dass es überhaupt mal passierte in ihrem Leben. Dass sie noch einmal glücklich sein durften.
Sie schien Halt an ihm zu suchen und das bestärkte Moon nur darin, sie nicht loszulassen, ihre Worte verbreiterten sein Lächeln nur noch mehr, wenn er ihr auch nicht ins Gesicht sehen konnte. er ließ sie ruhen, an seiner Schulter, sie brauchte es wohl.

"Ich halt dir den Rücken frei!"

Ein Versprechen, dass sie sich bisher vor fast jeden Kampf, der von bedeutung war, gegeben hatten. Sie ihm, und er ihr. Gary hatte dass immer mit Argwohn betrachtet und Moon musste zufrieden in sich hinein grinsen. Es war gut, dass der General nicht ahnte, wa shier vor sich ging und sobald würde er es auch nicht erfahren, es sei denn Indigo musste wieder sprechen, aber lügen war ja auch noch eine Option.
Aber die Zeit war eigentlich zu kostbar um sie mit Gedanken an Gary zu verschwenden, der wahrscheinlich für die verletzliche Kriegerin schon längst Ersatz gefunden hatte, wie Moon vermutete.

Nach einer Weile drehte er dann den Kopf leicht, sodass er Indigo wieder ansehen konnte. Noch immer lag sie schwer an seienr Brust, aber weder beschwerte er sich, noch sagte er dazu etwas, ließ es einfach geschehen und genoss es wohl innerlich auch. Fragend sah er sie an.

"Und nun? Verlängern wir die Kuschelstunde noch etwas, oder ... hast du noch andere Optionen zur Auswahl?"

Der Schalk leuchtete in seinen Augen, die noch immer warmherzig glühten und Indigo auch die Zeit an seiner Brust gewähren würden, die sie brauchte.
Zu den anderen wollte er jetzt eigentlich nicht, so überließ er es Indigo einen Vorschlag zu machen. Stillsitzen war nicht so seins. Und der Hunger meldete sich auch wieder jäh zurück.

{ Indigo | Zweisamkeit | spricht | Kuschelstunde (xD)}
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Der Beginn der Invasion

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